. . . Ridha Azaiz?

Ridha wurde 2003 als Mitglied des ersten Stipendiatenjahrgangs bei TiL aufgenommen. Er besuchte damals bereits die Oberstufe und hatte schon einiges erreicht: Mit nur 13 Jahren hatte Ridha angefangen, Roboter zu bauen. Diese Leidenschaft entstand aus einer Unlust heraus: Ridha hatte kein Interesse daran gehabt, die Solarpaneele auf dem elterlichen Dach von Hand zu reinigen, also bastelte er sich lieber einen kleinen Helfer. Bis heute sind Roboter (inzwischen vor allem Drohnen)  sein Steckenpferd geblieben.  Mit großem Ehrgeiz verbesserte er sie weiter und hatte damit schnell Erfolg: Er nahm an Wettbewerben von „Jugend forscht“ teil und landete mehrere Male auf dem ersten Platz.

2004 machte Ridha sein Abitur und bewarb sich für ein Maschinenbau-Studium in Aachen, wechselte aber für das Masterstudium nach Berlin. Nebenher baute und verbesserte er seine Roboter immer weiter und mit seiner Karriere ging es steil nach oben. Seine Forschungstätigkeit fand sowohl national als auch international Beachtung: vom ersten Fernsehauftritt 1998 im WDR über zahlreiche Zeitungsartikel und wissenschaftlichen Veröffentlichungen bis hin zum Gewinn des Hardware Awards der hy! Berlin und damit der damit verbunden Reise ins Silicon Valley – Ridha ist einen langen Weg gegangen. Mittlerweile hat er mehrere Patente angemeldet, die in Australien und Europa erteilt wurden,  und eine eigene Firma gegründet.

Doch damit natürlich nicht genug: die Patente sollen auch in weiteren Ländern folgen und erst vergangenes Jahr hat er eine EU-Förderung für sein Startup erhalten. Diese ermöglichte ihm die Durchführung von Tests mit der selbst entwickelten Drohne in aller Welt, unter anderem in der Rajasthan-Wüste im Norden Indiens. Ebenfalls im Vergangenen Jahr schaffte Ridha es mit seinem Startup in die Top 100 zweier Startup-Festivals, so konnte er beim „New Energy Festival“ in Astana, Kasachstan, und bei der „BDL Accelerate“-Konferenz in Beirut im Libanon präsentieren und seine Drohne an den Mann und die Frau bringen.

Genug der Spannung: was kann sein Roboter „Solarbrush“ eigentlich? Um Angestellten von Solaranlagen die Arbeit zu erleichtern, soll der Reinigungsroboter Solarmodule reinigen und so deren Wirkungsgrad kostengünstig aufrechterhalten. Aus den Robotern sind mittlerweile Drohnen geworden, da diese die Aufgabe vorrausichtlich günstiger bewerkstelligen können. Wer mehr erfahren möchte besucht am besten Ridhas Homepage: → www.solarbrush.co

Uns freut besonders, dass er Talent im Land immer noch treu ist und wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft!