Was ist Talent im Land?


In Deutschland hängt der Bildungserfolg junger Menschen noch viel zu häufig von der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Eltern ab. Dabei ist gerade für Jugendliche aus benachteiligten Familien Bildung der Schlüssel zu einer selbstbestimmten und erfolgreichen Zukunft.
Das Stipendienprogramm Talent im Land unterstützt begabte Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, die aufgrund ihrer sozialen Herkunft Hürden zu überwinden haben, auf ihrem Weg zum Abitur oder zur Fachhochschulreife. Finanzielle Förderung, ein begleitendes Seminarprogramm und individuelle Beratung helfen den Jugendlichen dabei, die eigenen Begabungen zu entfalten und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.
Mit Talent im Land setzen sich die Robert Bosch Stiftung und die Baden-Württemberg Stiftung seit 2003 für gerechte Bildungschancen begabter Schülerinnen und Schüler ein. Über 450 Alumni stehen mit ihrer persönlichen Entwicklung für den Erfolg des Programms.


WEN WOLLEN WIR FÖRDERN?

Talent im Land fördert begabte Schülerinnen und Schüler aus Baden-Württemberg, deren Lebensverhältnisse eine erfolgreiche Schulkarriere spürbar erschweren.

AUSWAHLKRITERIEN HIERBEI SIND

  • gute schulische Leistungen
  • Motivation, Leistungsbereitschaft & Zielstrebigkeit
  • außerschulische Ambitionen für Begabungsfelder wie Musik, Sport, Kunst oder Naturwissenschaften
  • soziales, gesellschaftliches oder politisches Engagement

EBENFALLS BERÜCKSICHTIGT WERDEN

  • mangelnde Unterstützung in Bildungsfragen
  • Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Schulausbildung
  • fehlender sozialer Rückhalt der Familie (zum Beispiel durch prekäre oder fehlende Beschäftigung)
  • individuelle familiäre oder persönliche Belastungen

WELCHE FORMALEN VORAUSSETZUNGEN GIBT ES?

Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler aller Schularten ab Klasse 7, die das Abitur oder die FH-Reife anstreben und die Hochschulreife frühestens in zwei Jahren erreichen.

WAS BIETET DAS STIPENDIUM?

  • eine monatliche finanzielle Förderung für Bildungsausgaben sowie Einzelzuschüsse für Klassenfahrten, Nachhilfe, außerschulisches Engagement oder einen eigenen Computer;
  • ein vielfältiges Seminar- und Workshopangebot wie zum Beispiel Rhetorik, Zeitmanagement, Theater, Studienorientierung und mehrtägige Sommerakademien;
  • individuelle Beratung und Begleitung durch die Mitarbeiter des TiL-Büros sowie ein Netzwerk aus Stipendiaten und Alumni, die sich auch über den Schulabschluss hinaus in der Ausbildung, im Studium und im Beruf unterstützen.

WIE KANN MAN SICH BEWERBEN?

Der nächste Bewerbungszeitraum startet im Februar 2017 und geht bis zum 31. März 2017. Allgemeine Informationen zur Bewerbung finden sich hier. Wer über den Start der nächsten Bewerbungsrunde informiert werden möchte, kann uns hier seine Emailadresse  übermitteln.

Das Bildungsprogramm


Seminare, Studientage, Exkursionen und Sommerakademien vermitteln neues Wissen, Methoden und Kompetenzen – auch außerhalb des üblichen Schulstoffes. Das Bildungsprogramm unterstützt die Stipendiaten dabei, Ihre Ziele zu erreichen. Diese Seminare finden meist an Wochenenden oder in den Schulferien statt, pro Jahr nimmt jeder Stipendiat an etwa zwei bis drei solcher Seminare und Veranstaltungen teil.

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Die Träger des Programms

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

Die Robert Bosch Stiftung ist eine der großen unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland. Sie wurde 1964 gegründet und setzt die gemeinnützigen Bestrebungen des Firmengründers und Stifters Robert Bosch (1861 bis 1942) fort. Die Stiftung beschäftigt sich vorrangig mit den Themenfeldern Völkerverständigung, Bildung und Gesundheit.

Die Jury


Um unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten auszuwählen, berufen wir pro Auswahljahr eine ehrenamtliche Jury, die glaubwürdig, kompetent und unabhängig die Auswahl vornehmen kann.
Die Auswahl der 50 Stipendiaten erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren:

  • Von der Jury der ersten Auswahlrunde, die aus Lehrkräften, Pädagogen und Programmvertrauten besteht, werden 100 Jugendliche vorausgewählt, die zu einem persönlichen Gespräch eingeladen werden.
  • Die Jury der zweiten Auswahlrunde besteht aus 20 Personen: Vertreterinnen und Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Bereiche wie Presse/ Journalismus, Medien, Sport, Wirtschaft, Musik, Politik/ Gesellschaft, Partnerprogrammen, Schule/ Jugend-/ Sozialarbeit sowie Bildungsforschung/ Wissenschaft. Beim Auswahltag lernen diese Jurymitglieder die Bewerber in Gesprächen kennen und wählen so 50 neue Stipendiatinnen und Stipendiaten aus.

Die Jury 2016

Pinar Atalay, Journalistin und Moderatorin der Tagesthemen, Hamburg

Klemens Auberle, Regierungsschuldirektor a.D., Vorjury Deutscher Schulpreis

Ralph Benz, Geschäftsführer, Kinderhelden gGmbH

Dr. Gislinde Bovet, Psychologin, Vorjury des Dt. Schulpreises

Siegfried Czock, Leiter Aus- und Weiterbildung Deutschland, Fa. Bosch

Mardjaneh Eghbal, Referentin, aim – Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken gGmbH

Carolin Genkinger, Projektleiterin, Robert Bosch Stiftung

Filmon Ghirmai, Sechsfacher Deutscher Meister im Hindernis- und Langstreckenlauf, Gewinner Europacup 2007

Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Studiengangsleitung MA Soziale Arbeit, Evang. Hochschule Freiburg

Georg Kerrutt, Student an der Universität Stuttgart, ehemaliger Vorstand Rock Your Life Regionalgruppe Stuttgart

Uwe Korb, Business Partner für Führungskräfte im oberen Managementlevel, Fa. Bosch

Mergime Mahmutaj, Stabstelle Integration der Stadt Stuttgart, ehemalige Stipendiatin von Talent im Land

Jama Maqsudi, Stellvertretender Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt e.V., „Stuttgarter des Jahres“ 2015

Ulf Matysiak, Geschäftsführer Teach First Deutschland

Dr. Daniela Neumann, Projektreferentin Bildung, Baden-Württemberg Stiftung

Jochen Nossek, Rektor, Gemeinschaftsschule in der Taus, Backnang

Denise Olinde, Akademisches Auslandsamt der Uni Mannheim, ehemalige Stipendiatin im Baden-Württemberg Stipendium

Dr. Susanne Pacher, Abteilungsleiterin Schule und Bildung, Regierungspräsidium Tübingen

Prof. Dr. Hannes Schammann, Juniorprofessur für Migrationspolitik, Universität Hildesheim

Kübra Yildirim, Stipendiatin des Programms “Stipendium fürs Anderssein” der Zeppelin Universität Friedrichshafen, ehemalige Stipendiatin START-Stiftung

Die Jury 2015

Pinar Atalay, Journalistin und Moderatorin der Tagesthemen, Hamburg

Klemens Auberle, Regierungsschuldirektor a.D., Vorjury Deutscher Schulpreis

Ralph Benz, Geschäftsführer, Kinderhelden gGmbH

Dr. Gislinde Bovet, Psychologin, Vorjury des Dt. Schulpreises

Siegfried Czock, Leiter Aus- und Weiterbildung Deutschland, Fa. Bosch

Mardjaneh Eghbal, Fachreferentin Standort Stuttgart, Young Migrant Talents

Carolin Genkinger, Projektleiterin, Robert Bosch Stiftung

Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Studiengangsleitung MA Soziale Arbeit, Evang. Hochschule Freiburg

Georg Kerrutt, Vorstand Rock Your Life Regionalgruppe Stuttgart

Uwe Korb, Business Partner für Führungskräfte im oberen Managementlevel, Fa. Bosch

Mergime Mahmutaj, Stabstelle Integration der Stadt Stuttgart, ehemalige Stipendiatin von Talent im Land

Ulf Matysiak, Geschäftsführer Teach First Deutschland

Daniela Neumann, Projektreferentin Bildung, Baden-Württemberg Stiftung

Jochen Nossek, Rektor, Gemeinschaftsschule in der Taus, Backnang

Denise Olinde, Akademisches Auslandsamt der Uni Mannheim, ehemalige Stipendiatin im Baden-Württemberg Stipendium

Cem Özdemir, Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen

Dr. Susanne Pacher, Abteilungsleiterin Schule und Bildung, Regierungspräsidium Tübingen

Tobias Rau, Gründungsmitglied „Viva con Agua“

Prof. Dr. Hannes Schammann, Juniorprofessur für Migrationspolitik, Universität Hildesheim

Kübra Yildirim, Stipendiatin des Programms “Stipendium fürs Anderssein” der Zeppelin Universität Friedrichshafen, ehemalige Stipendiatin START-Stiftung

Die Jury 2014

Klemens Auberle, Regierungsschuldirektor a.D., Vorjury des Dt. Schulpreises

Meike Augustin, Projektreferentin, BW-Stiftung

Ralph Benz, Regionalleitung Stuttgart & München, Big Brothers Big Sisters

Patrizia Birkenberg, Preisträgerin Sonderpreis für stud. Engagement beim Landeslehrpreis 2013

Dr. Gislinde Bovet, Psychologin, Vorjury des Dt. Schulpreises

Tabea Braun, Vorstand Rock Your Life, Stuttgart

Siegfried Czock, Ausbildungsleiter, Fa. Bosch

Carolin Genkinger, Projektleiterin, Robert Bosch Stiftung

Filmon Ghirmai, Sechsfacher Deutscher Meister im Hindernis- und Langstreckenlauf, Gewinner Europacup 2007

Prof. Dr. Cornelia Helfferich, Evang. Hochschule Freiburg, Studiengangsleitung MA Soziale Arbeit

Uwe Korb, Fa. Bosch, Human Resources Senior Executives – Business Partner (C/HSB)

Mergime Mahmutaj, Stabstelle Integration der Stadt Stuttgart & TiL-Alumna

Ulf Matysiak, Geschäftsführer Teach First Deutschland

Susanne Mayr, Leiterin der Zukunftsakademie Heidenheim, ehemalige Leiterin der Arbeitsstelle Talent im Land

Jochen Nossek, Rektor, Gemeinschaftsschule in der Taus, Backnang

Dr. Susanne Pacher, Regierungspräsidium Tübingen, Abteilungsleiterin Schule und Bildung

Tobias Rau, Gründungsmitglied von „Viva con Agua“

Sarwat Schlumpberger, Ehemalige Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Talent im Land

Corinna Scholz, Stipendiatin des Programms “Stipendium fürs Anderssein” der Zeppelin Universität

Prof. Dr. Claudia Solzbacher, Uni Osnabrück, Abteilung Schulpädagogik, Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften

Das TiL-Büro

Das TiL-Büro ist als Drittmittelprojekt an der Universität Tübingen angesiedelt. Ganzjährig stehen die beiden Mitarbeiter des TiL-Büro den Stipendiaten als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie beraten bei schulischen wie außerschulischen Problemen und geben Hilfestellung bei anstehenden Schulwechseln, der Studienorientierung oder ähnlichem.

Andreas GermannKatie RodgersAndreas Germann ist seit März 2012 im TiL-Büro tätig und berät dort die etwa 150 aktiven Stipendiaten in allen Lebenslagen. Bis 2002 hat er in Tübingen Erziehungswissenschaft, Rhetorik und Geographie studiert und war anschließend als Freizeiten- und Bildungsreferent tätig.

Katie Rodgers ist seit Januar 2014 im TiL-Büro tätig und steht seitdem den Stipendiaten mit Rat und Tat zur Seite. Bis 2011 hat sie in Tübingen Soziologie und Empirische Kulturwissenschaft studiert, anschließend leitete sie Projekte mit Jugendlichen und Senioren im Bildungs- und Migrationsbereich.

TiL-NETZ

Facebook

Google

Das TiL-Netz


Unser passwortgeschütztes Onlineportal „TiL-Netz“ bietet Stipendiaten und Ehemaligen von Talent im Land die Möglichkeit des Austauschs und der Diskussion. Auch bei Fragen aller Art, z.B. zu Schule, Fächerwahl oder gesellschaftlichem Engagement können sie sich auf dieser Plattform gegenseitig beraten und unterstützen. Ebenso werden die Bewerbungen um das Stipendium über das TiL-Netz abgewickelt.

Wer über einen Facebook- oder Google-Account verfügt, kann sich mittels „Single Sign On“ mit seinen dortigen Anmeldedaten auch im TiL-Netz anmelden. Abseits der Identitätsprüfung findet kein Datenaustausch statt.

Unsere Stipendiaten


Ivona

Ivona

Die 16-jährige Ivona lebt erst seit 2014 zusammen mit ihrer Schwester und ihrer Mutter in Ulm, nachdem ihr Heimatdorf in Kroatien durch eine Flutkatastrophe größtenteils zerstört wurde – wenige Wochen vor ihrem Schulabschluss und dem bevorstehenden Wechsel auf ein Gymnasium. Deutsch hatte sie sich selbst als Kind vor dem Fernseher beigebracht, was ihr im Fremdsprachenunterricht ab der 4. Klasse einen Vorteil gegenüber den Klassenkameraden einbrachte. So fiel der exzellenten Schülerin in Deutschland der direkte Einstieg in die 9. Klasse des Gymnasiums vergleichsweise leicht, trotz der großen kulturellen und sprachlichen Umstellung. In Kroatien tanzte Ivona in einer Volkstanzgruppe und spielte Klavier im Kirchenchor. Nachdem sie in Deutschland inzwischen auch in ihrem Alltag angekommen ist, möchte sie gerne Volleyball spielen und ihre stimmlichen und schauspielerischen Talente entfalten. Ivona hat einen großen Ehrgeiz und liebt das Gefühl etwas erreicht zu haben. Auch deshalb möchte sie nach ihrem Abitur gerne studieren.

Richard

Richard

Richard beeindruckte die Auswahljury mit seiner Bewerbung zutiefst: Nachdem seine Großmutter, bei der er in Ghana aufwuchs, verstorben war, kam er 2013 als 16-Jähriger nach Filderstadt. Erst hier lernte er seine Mutter, die nach Deutschland ging, als er noch klein war, und seine jüngeren Halbschwestern kennen. Innerhalb kürzester Zeit hat Richard Deutsch gelernt und seinen Haupt- und Realschulabschluss mit sehr guten Noten abgelegt – und das alles, obwohl er in Ghana aus Kostengründen keine richtige Schule besucht hat. Inzwischen geht er in die 11. Klasse eines Gymnasiums in Stuttgart, vor allem Englisch und Mathe zählen dort zu seinen Lieblingsfächern. Wie viele Jungs in seinem Alter interessiert er sich für Computer und liebt es Fußball zu spielen. Für seine Zukunft hat Richard bereits große Pläne: er möchte nach seinem Abitur gerne Maschinenbau studieren, um ausreichend Geld zu verdienen und einen Teil davon nach Ghana schicken zu können. So will er den Kindern dort die Möglichkeit zu geben eine Schule zu besuchen.

Marie

Marie

Auf dem Weg zum Abitur steigen die schulischen Anforderungen in aller Regel deutlich. Umso beeindruckender, wie viel Zeit sich die 17-jährige Marie aus Nürtingen neben der Schule noch für ihre Hobbies und ihr Engagement nimmt: Sie spielt Theater und singt in einem Chor, im Schulzirkus ist sie der Clown, außerdem tanzt sie gerne und besucht die Jugendkunstschule in Nürtingen, seit sie 10 Jahre alt ist. Neben der Betreuung ihres pflegebedürftigen Großvaters, mit dem sie zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder lebt, macht sie sich für die sozialen Projekte „Be a Slip-power – wir sagen Stopp gegen weibliche Genitalverstümmlung“ und das Projekt „WirMachtSchule“ stark, die ihr sehr am Herzen liegen. Darüber hinaus engagiert sie sich für Flüchtlinge, indem sie ihnen die deutsche Sprache beibringt. Zusätzlich ist sie als Schülersprecherin der Rudolf-Steiner-Schule in Nürtingen im Leitungsteam der SMV. Marie beschreibt sich selbst als „kreativer und verträumter Mensch“, was nicht nur ihr soziales Engagement und ihre Freizeitgestaltung zeigen; auch ihre Zukunftspläne sind vielsagend: Nach der Schule würde sie gerne eine Ausbildung zum Klinikclown machen, da „Humor die beste Medizin ist“. Auch eine Tätigkeit in der Entwicklungshilfe kann sie sich vorstellen: „Mein Wunsch ist es, für die Erde ein Geschenk zu sein und mich nicht nur beschenken zu lassen“.

Kiril

Kiril

Kiril kam als 2-Jähriger 2001 mit seiner Mutter aus Lettland nach Deutschland. Hier wohnen sie zusammen mit dem Lebensgefährten der Mutter in Heddesheim. Der 16-Jährige besucht die Kursstufe 1 eines Gymnasiums in Mannheim und interessiert sich sehr für Sprachen und Geisteswissenschaften. Neben Englisch, Französisch und Spanisch fasziniert ihn die chinesische Sprache, weshalb er in seiner Schule eine Chinesisch-AG besucht. Und auch Geschichte und Ethik sind weitere Fächer, die Kiril sehr begeistern. Diese Interessen versucht er zu vereinen, indem er Nachrichten auf verschieden Sprachen anschaut und Geschichtsbücher und Zeitschriften über Weltpolitik liest. Im Oktober nahm er deshalb auch bei der TiL-Veranstaltung mit der Ministerin im Staatsministerium Silke Krebs teil, mit der die Stipendiaten über die Themen Bildung und Flüchtlinge eine angeregte Diskussion führen konnten. Seit 13 Jahren besucht er außerdem die „Internationale Kulturschule Rhein-Neckar“. Hier lernt er die russische Sprache, Geschichte, Geographie und Literatur kennen, übt Theaterstücke ein, hilft außerdem Grundschulkindern bei den Hausaufgaben und ist immer wieder als Moderator bei Veranstaltungen tätig. Eine weitere Leidenschaft von Kiril ist American Football. Bereits seit 6 Jahren spielt er bei den „Rhein-Neckar-Bandits“ in der U17- und U19- Mannschaft und hat es letztes Jahr als einer der jüngsten in die U17-Auswahl in Baden-Württemberg geschafft.

Le Vy

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„Bildung heißt auch Charakterbildung“, so lautet Le Vys Motto in Bezug auf TiL. Sie hat sich zum einen beworben, um die Angebote im Bereich Begleitung und Beratung wahrzunehmen, zum anderen aber auch, um anderen Kulturen und verschiedenen Persönlichkeiten zu begegnen. Das ausgeprägte Interesse der 14-jährigen Gymnasiastin an anderen Kulturen spiegelt sich auch in ihren Lieblingsfächern wider: Neben Sport und Musik liegen Le Vy vor allem die Sprachen Deutsch, Englisch und Latein. Ihre Muttersprache ist Vietnamesisch, geboren und aufgewachsen ist Le Vy hier in Deutschland und zurzeit lebt sie mit ihrer Familie in St. Blasien.In ihrer Freizeit engagierte Le Vy sich viele Jahre beim Heimatverein, aktuell bringt sie sich im Jugendrotkreuz und im Zentrum für individuelle Begabungsförderung ein, wo sie Schüler*innen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche unterstützt. In ihrer Freizeit spielt Le Vy Badminton, schreibt gern Gedichte oder Kurzgeschichten und interessiert sich für griechische Mythologie. Ihre große Leidenschaft für Musik lebt sie seit sechs Jahren beim Geigenunterricht aus, außerdem spielt Le Vy im schulischen Orchester und Streichertrio und singt auch gern. Diese breitgefächerten Interessen und Le Vys Motivation, immer Neues kennenzulernen, werden ihr sicher helfen, all ihre Zukunftspläne zu verwirklichen. Wir freuen uns darauf, Le Vy auf ihrem weiteren Weg zu begleiten!

Haris

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Zwei Dinge liegen Haris besonders am Herzen, sein ehrenamtliches Engagement und die Liebe für Musik. Besonders das Cello und das Klavier haben es dem 16-Jährigen angetan, durchschnittlich fünfzehn Stunden verbringt er jede Woche am Badischen Konservatorium Karlsruhe, wo er nicht nur das Spielen lernt, sondern auch in Musiktheorie unterrichtet wird und im Sinfonieorchester spielt. Zusätzlich unterstützt Haris das Schulorchester seines Gymnasiums, bietet Hausaufgabenbetreuung für die Unterstufe an und war schon als Klassensprecher aktiv. Seit vier Jahren ist er außerdem Mitglied im Stadtjugendausschuss von Karlsruhe, dabei moderiert er beispielsweise Veranstaltungen und ist Jurymitglied bei Wettbewerben.In der Schule interessiert sich Haris besonders für die Fächer Biologie, Geschichte, Politik und Wirtschaft. Nach seinem Abitur kann er sich ein Medizinstudium gut vorstellen, ein soziales Jahr im Krankenhaus ist bereits jetzt fest eingeplant. Sein Fleiß und die ihm typische Verlässlichkeit werden ihm hierbei sicherlich zugutekommen.Durch das Stipendium bei TiL erhofft Haris sich, seine griechischstämmigen Eltern etwas entlasten zu können. Er nimmt sich zudem fest vor die stipendiatische Gemeinschaft bei TiL zu bereichern und sich gut einzubringen. Dass ihm dies gelingen wird, davon sind wir überzeugt!

Nina

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Ob Klavier, Geige, Turnen oder Ballett – die 14jährige Nina aus Breisach hat in ihrer Freizeit immer etwas zu tun! Geige spielt Nina bereits seit sechs Jahren, Klavier seit fünf – und seit knapp vier Jahren ist sie außerdem Teil ihres Schulorchesters. Und auch wenn ihr das Turnen viel Freude bereitet, ist Ninas eigentliche Leidenschaft doch das Ballett. In den letzten zehn Jahren hat sie hierbei zahlreiche erfolgreiche Auftritte absolviert, bei denen sie mitunter sogar Hauptrollen verkörpern durfte. So stand Nina beispielsweise auch schon als Zahnfee auf der Bühne – und wird bald als Schneewittchen zu sehen sein, was wir uns sehr gut vorstellen können!Ausreichend Zeit für ihre zeitintensiven Hobbies bleibt Nina, die momentan die 9. Klasse eines Gymnasiums besucht, da ihr das Lernen recht leichtfällt – ihre Zeugnisse können sich sehen lassen und besonders in Mathe und auch Sprachen hat Nina großes Talent. In der Schule war sie zudem mehrfach als Klassensprecherin in der SMV aktiv und wurde gerade erneut zur Unterstufensprecherin gewählt.Nach ihrem Abitur möchte Nina am liebsten Medizinerin werden und entweder als Chirurgin oder Anästhesistin der Gesundheit dienen. Von TiL erhofft sie sich auf dem Weg dorthin Unterstützung – und die ist ihr sicher!

Oliver

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Olivers Geschichte ist eine sehr besondere: Vor vier Jahren entschied der damals 14-jährige selbstständig sein Heimatland Serbien hinter sich zu lassen und zu seinen in Deutschland lebenden Großeltern zu ziehen. Der Grund für diese mutige Entscheidung? Oliver hat große Ziele und will einiges erreichen im Leben – und hierfür sieht er in Deutschland die besten Chancen.Nach seiner Ankunft in Deutschland besuchte er zunächst sieben anstrengende Monate lang täglich einen Deutschkurs, nachmittags übte er die neuen Kenntnisse dann im Gespräch mit den Nachbarn. Mittlerweile spricht Oliver absolut fehler- und akzentfrei Deutsch – und auch einen leichten schwäbischen Dialekt kann man bereits heraushören, wie es sich eben gehört in Nürtingen.Sein Fleiß beim Sprachenlernen verhalf Oliver dann auch bald zu ersten Freundschaften mit Klassenkameraden an der Werkrealschule. Ganz besonders wohl fühlte und fühlt er sich aber auf dem Fußballplatz: Das allwöchentlichen Training mit seiner Mannschaft ist für Oliver das Wochenhighlight.
Dank seiner sehr guten schulischen Leistungen wird Oliver im nächsten Jahr die Berufsfachschule abschließen. Das nächste Ziel hat er auch schon fest im Blick: Die Fachhochschulreife. Wir haben keinen Zweifel daran, dass Oliver auch diesen Meilenstein auf seinem Bildungsweg erreichen wird – insbesondere, da ihn sein Stipendium von Talent im Land dabei unterstützt.

Raffaela

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Raffaelas Eltern kommen aus Estland und Italien, sie selbst wurde in Deutschland geboren. Raffaela hat vielseitige Interessen: In der Schule faszinieren sie Sprachen und die Physik, hier insbesondere extrasolare Planeten und SETI-Forschung, also die Suche nach außerirdischem Leben. Passend dazu hat Raffaela schon ein Praktikum beim Haus der Astronomie des Max-Planck-Instituts in Heidelberg absolviert und am Astronomiekurs einer Sommer-Akademie teilgenommen. Abgesehen davon interessiert sie sich auch für Linguistik, Literatur, Ethik, Politik und Wirtschaft.
Und auch in ihrer Freizeit wird Raffaela nicht langweilig: Am Wochenende hilft sie im Restaurant ihrer Eltern als Bedienung aus, außerdem ist sie als Nachhilfelehrerin, in der Hausaufgabenbetreuung und der Schulbibliothek aktiv. Nach der Schule möchte die 17-Jährige am liebsten nach Australien, um ein Work & Travel-Jahr einzulegen, bevor sie in Oxford Astrophysik studieren möchte. Zunächst plant sie aber nun ein Frühstudium in Psychologie, um sich in einem ganz anderen Themenfeld weiterzubilden.
Dieser Bandbreite an Interessen entsprechend freut sich Raffaela bei TiL schon auf das vielseitige Bildungsprogramm. Darüber hinaus erhofft sie sich von ihrem Stipendium ein standhaftes Netzwerk – das können wir ihr mit unseren über 600 aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten definitiv bieten.