Veranstaltungs-Rückblicke

2. Stipendiatentreffen des TiL-Jahrgangs 2017

Das 2. Stipendiatentreffen des Jahrgangs 2017 fand vom 26. Oktober bis 28. Oktober im Kraichgau im Schloss Flehingen statt zum Thema: „Eine Meinung haben – und dazu stehen“.

Nach dem Ankommen begann der Freitag mit einer Einführung in das Debattieren, bei der Minidebatten unter dem Motto „So soll es sein!“ vorbereitet wurden. Vor dem Abendessen wurden wichtige Aspekte der Rhetorik und Präsentation anhand von Film- und Tonbeispielen eingeführt. Anschließend fanden die vorbereiteten Minidebatten in den Kleingruppen statt – bei denen fair und interessant debattiert wurde.

Der Samstag war von einem intensiven Rede- und Sprechtraining in Kleingruppen geprägt. Jeder Stipendiat durfte eine kleine Rede vorbereiten, die per Video aufgezeichnet wurde. So konnten alle ihre rhetorischen Fähigkeiten der Gruppe präsentieren und vor allem sich selbst vor Augen führen. Den gelungenen Abschluss des Tages bildete Markus Reiter, der in seinem Vortrag zu Aspekten der Neuro-Rhetorik aufzeigte, welche Aspekte in der Rhetorik Argumente häufig überlagern.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der großen TiL-Debatte, bei der das neu gewonnene Wissen in der Praxis eines Debatten-Wettstreites praktisch ausprobiert werden konnte.

Erstes Treffen der neuen Stipendiaten 2018

Vom 28.-30. September 2018 fand in Bad Boll das erste gemeinsame Stipendiatentreffen für die TiL-Neulinge des Jahrgangs 2018 statt. Das große Kennenlern-Treffen stand unter dem Titel „Chancen bilden – auf dem Weg zu neuen Herausforderungen“.

Neben dem Gruppenaspekt unterstützte das Seminar die Stipendiat*innen auch auf individueller Ebene. So durften sie sich in einem Workshop mit ihren eigenen Fähigkeiten, Stärken & Zielen auseinandersetzen und von den anderen hören, wie diese mit Herausforderungen des Alltags und der Schule umgehen. In einer weiteren Einheit konnten sie sich bei Vertrauens- und Kooperationsübungen neuen Herausforderungen stellen. Bei der Talentshow am Samstag Abend schließlich durfte jede*r Einzelne in offener Atmosphäre ihr oder sein persönliches Talent den anderen präsentieren.

Natürlich kam auch eine Orientierung über das Stipendienprogramm nicht zu kurz: In einer Talkrunde mit ehemaligen Stipendiat*innen berichteten diese über ihre Erfahrungen aus dem Stipendium und ihr Engagement vor Ort. Alle setzten sich auch in ihren Regionalgruppen ein erstes Mal zusammen und klärten mögliche gemeinsame Aktivitäten mit den Stipendiat*innen aus den anderen Jahrgängen und den Alumni aus der jeweiligen Region.

Den Abschluss am Sonntag bildete ein gemeinsames Mittagessen mit den eingeladenen Eltern und eine Inforunde zu den Bestandteilen des Stipendiums, in der viele Fragen zum Bildungsprogramm und zu Zuschüssen geklärt werden konnten.

Laborpraktikum am DKFZ in Heidelberg 2018

In der letzten Ferienwoche hatten sieben TiL-Stipendiaten die Gelegenheit, ein einwöchiges Laborpraktikum am DKFZ in Heidelberg zu absolvieren. Stipendiatin Luisa schrieb anschließend einen Bericht, den wir hier gekürzt wiedergeben.

Nach der Anreise am Sonntag erfolgte am Montag nach einer Begrüßung durch die Praktikumsbetreuerin Anja Reimann und einer Kennenlernrunde zunächst eine Sicherheitseinweisung für uns alle. Ohne Sicherheitsbelehrung läuft es nämlich leider nicht im Labor. Der Tag fing mit Grundlagen wie einer Pipetten-Einweisung und dem Gießen von Gelen für unsere SDS-Page (damit kann man Proteine auftrennen) an. Montagabend, nach dem Praktikum sind wir alle nach einer Stärkung in der Jugendherberge in die Stadt, um hoch zum Heidelberger Schloss zu laufen. Das waren immerhin 330 Stufen die Bergauf gingen, aber der Ausblick ist es allemal wert gewesen.

Am Dienstag, unser zweiter Tag, haben wir unsere am Vortag gegossenen Gele in die SDS-Page eingesetzt, beladen und über den Vormittag laufen lassen und danach mit einem speziellen Verfahren gefärbt (Coomassiefärbung), damit die Proben später, bei der Auswertung, besser sichtbar sind. Zudem stand ein Besuch im KID, dem Krebsinformationsdienst, auf dem Programm. Alle Mitarbeiterinnen (ja, in dieser Abteilung arbeiten hauptsächlich Frauen) waren sehr freundlich, haben uns ihre Aufgaben erklärt und waren offen für Fragen. Großen Respekt an die Mitarbeiterinnen des KID’s für ihre Arbeit, bei der sie Angehörigen, Patienten und Ärzten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Am späteren Dienstagnachmittag folgte al Begleitprogramm noch der Besuch eines Museums über die Verfolgung der Sinti und Roma.

Am Mittwoch haben wir unsere Gele wieder entfärbt, da diese durch die Coomassiefärbung eine blaue Farbe angenommen haben. Danach erhielten wir einen Vortrag über das Elektronenmikroskop. Das Ding sieht etwas komisch aus, hat aber eine Auflösung bis auf Molekularebene. Dadurch sind erstklassige Aufnahmen möglich. Die Arbeit ist echt eine Herausforderung aber die vortragende Zellbiologin machte ihre Arbeit mit so einer Sicherheit und Präzision, dass es fast schon gruselig war. Am Nachmittag haben wir den Zelltod herbeigeführt und die Zellen angefärbt, dadurch leuchteten die Zellen unter einem speziellen Licht grün auf. Den Rest des Tages haben wir entspannt am Neckar ausklingen lassen.

Am vorletzten Tag durften wir uns den 7- Tesla, ein sehr leistungsstarkes MRT-Gerät anschauen, welches aktuell nur für Studienzwecke verwendet wird. Als Vergleich: In Kliniken gibt es derzeit nur 1,5/ 3- Tesla. Das gesamte Gebäude wurde nur für dieses Gerät errichtet und dient der Abschirmung der enormen magnetischen Strahlung. Beeindruckend aber, wie leistungsstark das MRT ist. Danach haben wir einen Vortrag über Radioaktivität bekommen. Sehr interessant und wusstet ihr, dass die Banane das radioaktivste Obst ist, das es gibt? Also nicht mehr als 600 Bananen in 1 Sekunde essen, sonst könnte es gefährlich werden! Am Nachmittag durften wir unsere sterbenden Zellen betrachten… ein Schlachtfeld, wenn ich das so sagen darf. Dann durften wir noch unsere mittlerweile grünen Zellen unterm Mikroskop betrachten. Am Ende haben wir dann unseren Kittel wortwörtlich an den Nagel gehängt.

Freitag, der Tag unserer Abreise, war nicht weniger spannend. Es ging in die Medizintechnik, in der wir einen super Vortrag über 3D- Scan& Co bekommen haben. Einen Blick auf den neusten 3D-Drucker durften wir natürlich auch werfen. Danach gab es noch einen kleinen Vortrag über Durchflusszytometrie, ein Verfahren, mit dem die Eigenschaften der Zellen charakterisiert werden können.

Sommerakademie 2018 in Überlingen

Vom Leer-Raum zum Spiel-Raum – Dimensionen eines vielschichtigen Begriffs

Ende Juli 2018 startete im Salem International College in Überlingen am Bodensee die 13. Sommerakademie von Talent im Land. Für insgesamt 89 Stipendiat*innen aus Baden-Württemberg und Bayern begannen die Sommmerferien also eher arbeitsam.

Unter dem Oberthema „Vom Leer-Raum zum Spiel-Raum – Dimensionen eines vielschichtigen Begriffs“ konnten sich die Stipendiat*innen einen Kurs wählen aus den Fachbereichen Stadtplanung, Jura, Wirtschaft, Physik, Soziologie und Biomedizin. Die sechs Kurse wurden von Dozierenden aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Praxis unterrichtet. Unterstützt wurden die Kursleiter*innen durch ein Orga-Team und durch Akademieleiterin Erika Magyarosi.

Neben den Kursen und den kursübergreifenden sportlichen und informativen Angeboten, meist betreut durch die Stipendiat*innen selbst, waren vor allem die Abende mit abwechslungsreichen Veranstaltungen gefüllt. Am Abend der Talente präsentierten sich viele Stipendiat*innen unter anderem musikalisch (instrumental und Gesang), tänzerisch, durch Impro-Theater, durch den Zeitraffer-Mitschnitt einer Porträt-Zeichnung, durch Hypnose bis hin zu Zauberwürfel-Lösen mit gleichzeitigem Aufsagen des Periodensystems.

Am Abend mit Gästen diskutierten unter Moderation von zwei Stipendiat*innen Prof. Birger Priddat von der Universität Witten/Herdecke, Tristan Horx vom Zukunftstinstitut Wien und die Crowdspondentinnen Lisa Altmeier und Stefanie Fetz Vor- und Nachteile der rasanten technischen und digitalen Entwicklung. Wie sieht die Zukunft aus, die mehr auf digitale Lösungen setzt, welche Möglichkeiten und Risiken ergeben sich dadurch?

Orientierung auf dem Weg in ein Studium bot der Studieninfonachmittag. Nach Workshops zur richtigen Studienfachwahl, zur Studienfinanzierung und zu Speedreading berieten Kursleiter und Orga-Team zu diversen Studienfächern. Zusätzlich informierten Vertreter*innen verschiedener Studienförderwerke über die jeweiligen Bewerbungsvoraussetzungen und –Verfahren. Und die Initiative Arbeiterkind.de stellte vor, wo und wie sich Erst-Akademiker*innen im Studium Unterstützung durch eine ihrer Regionalgruppen holen können.

Am Abschlussabend präsentierten die einzelnen Kurse mit unterhaltsamen szenischen Vorstellungen die Inhalte und Erkenntnisse der vergangenen Woche.

Absolventenfeier 2018 in Tübingen

Am 12. Juli 2018 war es für 40 TiL-Stipendiat*innen an der Zeit, das Programm hinter sich und einen spannenden neuen Lebensabschnitt beginnen zu lassen. In Anwesenheit vieler Familien und Wegbegleiter*innen während der TiL-Zeit läutete ein feierlicher Nachmittag in der Alten Aula der Universität Tübingen den ‚Anfang vom Ende‘ als aktive Stipendiat*innen ein. Carolin Genkinger von der Robert Bosch Stiftung und Jessica Epple von der Baden-Württemberg Stiftung beglückwünscht die Absolvent*innen zu diesem wichtigen Meilenstein ihrer persönlichen Bildungslaufbahn.

Maßgeblich gestaltet wurde das Programm durch Beiträge verschiedener Stipendiat*innen, die ihre vielfältigen Erfahrungen im Programm resümierten: Absolventin Anna Kling hielt eine rückblickende Rede auf die vergangenen Jahre. Dilara Kocoglu und Özgenur Cicek sangen das Lied „Be the miracle“, das im Jahr zuvor bei der Sommerakademie entstand und an dem beide mitgewirkt hatten. Und schließlich überzeugte Leah Nlemibe mit ihrem kreativen Poetry Slam-Vortrag.

Auch nach der Verabschiedung als Aktive bei TiL ist das familiäre Gefühl des Programms natürlich nicht zu Ende. So hieß Emsal Avdosoji vom TiL-Alumni e.V. die Absolvent*innen in der breitgefächerten Welt der Alumni herzlich willkommen und zeigte auf, in welcher Art und Weise ehemalige Stipendiaten im Alumniverein aktiv werden oder bleiben können. Zwei letztjährige Abiturient*innen boten einen Einblick, wie es nach dem Abitur weitergehen kann. So berichtete Kiril Denisov von seinem eigenen Übergang von der Schule an die Uni. Und Sabra Ghebreyesus schilderte, welche Möglichkeiten und neuartigen Erfahrungen ein Freiwilligendienst ermöglicht.

Mit Urkunden in der Hand und einer rückblickende Fotoslideshow auf die Erlebnisse der vergangenen Jahre endete mit diesem Nachmittag für einige TiLer die Zeit im Stipendium, doch TiL begleitet sie hoffentlich noch eine Weile auf die eine oder andere Weise weiter. Beim Stehempfang mit Fingerfood und kühlen Getränken feierten die Absolvent*innen sich, ihre Erfolge und die schöne, gemeinsame Zeit im Programm.

Herausforderungen in der Schule

Jede Schülerin und jeder Schüler steht in der Schule immer wieder vor neuen Herausforderungen. Bei einem Wochenendseminar Anfang Mai in Rottweil beschäftigten sich 45 Stipendiat*innen überwiegend aus der Mittelstufe in drei Workshops mit unterschiedlichen Schwierigkeiten, die im schulischen Kontext auftreten können.

Lernen zu können wird eigentlich von jedem Schüler erwartet. In dem Workshop „I did it my way – individuelle Lernstrategien entwickeln und entfalten“ reflektierten die Teilnehmer*innen über ihre eigenen Lernstrategien und analysierten, welche Faktoren Lernerfolg zuweilen behindern. Theoretisch vorhandenes Wissen über Gelingensbedingungen machten sich die Stipendiat*innen spielerisch und unter Aktivierung verschiedener Sinne bewusst und erfuhren gegenseitig, was die jeweils anderen als hilfreich oder behindernd beim Lernen empfinden.

Mit Gedächtnisstrategien und Zeitmanagement beschäftigte sich der Workshop „High Speed Gehirn“, in dem die Teilnehmer*innen verschiedene Mnemotechniken praktisch ausprobierten und sich von der tatsächlichen Anwendbarkeit überzeugen konnten. „Das Gehirn merkt sich Dinge leichter, wenn das Wissen attraktiv verpackt wird“ – mit diesem Credo lasse sich vielen derartige Lern-Herausforderungen begegnen.

Gänzlich anderen Herausforderungen widmete sich der Workshop „Wenn schon streiten – dann wenigstens richtig“, in dem die Teilnehmer*innen erfuhren, wie sie schulische wie private Konfliktsituationen – die schulischen Erfolg sehr leicht beeinträchtigen können – reflektieren und analysieren können.

Mit frischer Motivation konnten die Schüler*innen am Ende des Seminars in den Schuljahres-Endspurt starten.

Das Wochenende wurde filmisch begleitet. → Hier zeigen wir das Ergebnis.

Der Abschluss naht: das Abilerncamp 2018

Schon letztes Jahr ein voller Erfolg: das Abilerncamp für den Endspurt der Prüfungsvorbereitungen erfreute sich auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit unter den baldigen Abiturient*innen. Von Freitagnachmittag bis Montagmittag verbrachten 25 Noch-Stipendiat*innen vier intensive Tage mit viel gemeinsamer Lernzeit und anderen anregenden Programmpunkten. Nicht fehlen durfte dabei ein fünfköpfiges Team von Alumni, die die baldigen Prüflinge mit Fachwissen und anderen hilfreichen Informationen unterstützten.

Das Wochenende war geprägt von Lerneinheiten, die frei gestaltet werden konnten. Die Alumni in ihrer Mentor*innenfunktion standen dabei wo es nur ging mit Rat, Tat und jeder Menge Informationen zur Seite, doch auch Einzelarbeit war gern gesehen und konnte in den recht ruhigen Hängen über Schwäbisch Hall gut realisiert werden. Die Alumni begleiteten die Stipendiat*innen außerdem mit anregenden Workshops und Gesprächen zu den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch.

Ein Ausgleich durfte natürlich nicht fehlen! Jeden Morgen konnten sich die Frühaufsteher*innen der Gruppe zum Morgenlauf treffen, um erfrischt in den Tag zu starten. Regelmäßige Pausen für Snacks und ein wenig Bewegung sorgten für eine gute Atmosphäre. Obwohl in der abschließenden Feedback-Runde die Stimme laut wurde, man hätte doch auch nach dem Abendessen noch Lernzeiten einrichten können, waren es doch genau diese Stunden des Erholens, die den Rest des Tages so produktiv machen konnten. Denn auch ein rauchender und ratternder Kopf muss bisweilen abschalten… 🙂

Viel zu schnell kamen der Montag und die Abreise – und damit war wieder ein großer Schritt in Richtung Schulabschluss getan! Den Absolvent*innen im Jahr 2018 wünschen wir viel Erfolg bei den Prüfungen und nur wenig Stress!

Fairplay oder Foulspiel – wo ist Sport politisch?

„Fairplay oder Foulspiel – wo ist Sport politisch?“ Diese Frage stellten sich 50 TiL-Stipendiatinnen und Stipendiaten am letzten März-Wochenende bei einem in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung organisierten Seminar im Haus auf der Alb in Bad Urach.

Das vielschichtige und mehrdimensionale Wechselverhältnis zwischen Sport und Politik wurde von den Schülerinnen und Schülern aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Am Freitag erfolgte zunächst eine multimediale Annäherung an das Thema. Mit Fotos, Filmausschnitten, Kurzmeldungen und Posts sollten die Stipendiat*innen in Kleingruppen mediale Ereignisse der Vergangenheit auf einer Skala zum Politik-Gehalt des entsprechenden Ereignisses einordnen. Die unterschiedlichen Einordnungen der Gruppen machten deutlich, dass Ereignisse aus der unterschiedlichen Perspektiven wahrgenommen werden können.

Am Samstag vertiefte die Gruppe an mehreren Themen-Tischen zunächst die bereits am Freitag angesprochenen Aspekte Doping, Sportförderung, Fankultur, Vergabe von sportlichen Großereignissen sowie Integration in und durch Sport. Am Nachmittag erfolgte dann nach eigener sportlicher Betätigung bei traumhaftem Frühlingswetter eine kreative Aufbereitung der Erkenntnisse in einem kurzen Filmclip, einem Radiobeitrag, einem Essay, einer Karikatur, einer Werbekampagne sowie einem kurzen Theaterstück. Den Abschluss fand der Abend mit einer Vorführung des auf wahre Begebenheiten beruhenden Spielfilms Invictus. In diesem Film „verpflichtet“ der nach seiner Haftentlassung und dem Ende der Apartheid zum südafrikanischen Präsidenten gewählte Nelson Mandela die (fast ausschließlich weiße) Rugby-Nationalmannschaft auf einen Sieg der Rugby-Weltmeisterschaft 1995 in Südafrika. Als wäre er für das Seminar beauftragt worden zeigt der Film exemplarisch die Integrationskraft des Sports, mithilfe der die demokratische Wende Südafrikas und die Überwindung der Rassentrennung unterstützt wurde.

Am Sonntag schließlich stand die ehemalige Bundesliga-Handballerin Kaya Diehl, die mit ihrer ehemaligen Mannschaft HC Leipzig EHF-Championsleague-Teilnehmerin und 2016 Handball-Pokalsiegerin war, den Stipendiatinnen und Stipendiaten Rede und Antwort. Von Sportförderung, Doping, Fankultur bis hin zu den Arbeitsbedingungen im Spitzensport kamen dabei viele Themen zur Sprache und gaben den Schüler*innen einen Einblick in die Welt des Spitzensports.

Hier gibt es noch die Ergebnisse der Kreativgruppen:

Der Radio-Beitrag zum Thema Fußball-WM 2022 in Katar.

Der Essay zum Thema Sportförderung in Deutschland.

Das Motiv der Anti-Doping-Kampagne.

Die Karikatur zum Thema Sportförderung in Deutschland.

Der Video-Beitrag zum Thema Doping.

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Was will ich studieren? Das SOS – Studienorientierungsseminar 2018

Studieren – warum eigentlich? Welcher Studiengang bietet sich für mich an? Wie stelle ich mir eigentlich meine Zukunft vor und wie kann ich diese Vorstellung umsetzen? Gibt es eine effektive Art des Informierens? Anhand dieser Fragen ließen sich 38 Stipendiat*innen von fünf Trainer*innen durch das Wochenende führen und konnten anschließend zumeist zwar nicht mit weniger Fragen, aber mit konkreteren Fragen für die weitere eigene Studienorientierung in die Zukunft blicken.

Das Seminar begann mit einer zentralen Voraussetzung für ein Seminar zur Studienorientierung: Lohnt sich ein Studium? Trainer Baris Ünal, im Hauptberuf Leiter der Studienberatung an der TU Berlin, stellte den Stipendiat*innen eine ganze Reihe von Gründen vor, die für ein Studium sprechen, und welche Voraussetzungen jemand mitbringen muss, der studieren möchte.

Davon geleitet startete der erste vollständige Seminartag in fünf Kleingruppen mit einer Erarbeitung der persönlichen Zukunftsvisionen. Nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Aspekte wurden mit einbezogen. Die Wünsche für die eigene Zukunft wurden durch das Bauen von ‚Zukunftsskulpturen‘ visualisiert. In einer Coaching-Paarübung erarbeiteten die TiLer am Nachmittag anhand einer Stärken- und Schwächenanalyse den Einfluss persönlicher Faktoren auf die Studienwahl.

Am letzten Tag des Seminars stellten die Stipendiat*innen ihre persönlichen Erkenntnisse des Vortages ihrer Kleingruppe vor und erhielten aus der Gruppe und vom jeweiligen Trainer Rückmeldung. Die individuellen Fähigkeiten wurden noch einmal hervorgehoben und damit können die TiLer nun gestärkt in das letzte Jahr vor dem Abitur starten. Zu guter Letzt sollte noch ein wenig mehr Organisation in das gedankliche Drunter und Drüber nach dem aufschlussreichen Wochenende gebracht werden: Informationsangebote und Bewerbungsmodalitäten wurden aufgearbeitet, um sie richtig nutzen zu können.

Das Alumnitreffen 2017

An der Rheinpromenade gelegen trafen sich Ende November eine große und vorfreudige Gruppe ehemaliger TiL-Stipendiat*innen aus Nah und Fern, um ein lehrreiches, spannendes, und vor allem schönes Wochenende zu verbringen. Mit viel Input seitens der Ehemaligen wurden die beiden Tage gestaltet: während am ersten Morgen noch das persönliche Verhältnis zu TiL im Vordergrund stand, ging es am Abend um den Talent im Land Alumni-Verein und aktuelle vereinsinterne Entwicklungen sowie um Neuigkeiten aus der Quelle Nummer Eins für TiLer – dem TiL-Büro. Auch der zweite Morgen brachte ein paar Auffrischungen aus dem Netzwerk rund um TiL: die Berichte aus den Regionalgruppen stellten vor, wie die nahe beieinander lebenden Stipendiat*innen und Alumni zusammenfanden.

Das Oberthema des Wochenendes, „Die Kunst zu…“ wurde in den TED-Talks am Samstag Nachmittag ausgearbeitet. Das Thema wurde ausgewählt, da bei Kunst zwar als erstes sicherlich Gemälde, Skulpturen oder Installationen in den Sinn kommen, und doch auch viel Alltäglicheres als Kunst verstanden werden kann: Die Kunst zu meditieren, die Kunst der Wissenschaft, die Kunst in der Mode… Die verschiedenen Künste der TiL-Familie wurden in den TED-Talks erkundet.

Der letzte Abend war traditionsgemäß geprägt von hitzigen Diskussionen rund um die Fragen des Großen Preises, der dieses Jahr zehnjähriges Jubiläum feierte. Von Sport über Kultur bis hin zu Geschichte waren fünf Kategorien abgedeckt und die plötzlich überraschend wetteifrigen Ehemaligen waren nicht nur mit Fragen über das vielleicht am unangenehmsten stinkende Essen der Welt konfrontiert, sondern auch über Fjodor Dostojewski, Coca-Cola und Dirk Nowitzki.