Veranstaltungs-Rückblicke

Kreativwerkstatt in Gaggenau

Mit 40 Stipendiatinnen und Stipendiaten waren wir am letzten März-Wochenende bei schönstem Frühlingswetter in der Akademie Schloss Rotenfels in Gaggenau. In einem von drei Workshops konnten die Schüler*innen hierbei auf unterschiedliche Weise kreativ werden: bei einem Foto-Workshop mit dem Berliner Fotografen Jan von Holleben, bei einem Graffiti-Workshop mit Bernad Sakic alias Kosmik und bei einem Programmier-Workshop mit Diana und Philipp Knodel des gemeinnützigen Hamburger Startups Appcamps. Bei einer Vernissage am Sonntag stellten die Workshops den anderen Teilnehmer*innen ihre wirklich beeindruckenden Ergebnisse vor. Hut ab vor so vielen Talenten!

Im App-Workshop entstanden in kleinen Teams unter anderem Apps, die Parkplätze in fremden Städten finden, das „wahre Alter“ ermitteln, landeskundliches und popkulturelles Wissen über Korea abfragen oder auch Rückmeldung per SMS geben, wenn sich ein Handy weiter als zugelassen entfernt.

Nach intensiven Vorbereitungen mit der Vorbereitung von diversen Schablonen wurden im Graffiti-Workshop ab Samstagnachmittag Leinwände besprüht – und trotz der Verwendung teils gleicher Schablonen entstanden ganz unterschiedliche und individuelle Kunstwerke.

Der Fotografie-Workshop glich einem Bienenstock. Kleingruppen und Einzelpersonen verfolgten mit der Unterstützung der anderen ihre individuellen Fotokunst-Projekte, sammelten Material, arrangierten, verwarfen Ideen und kreierten neue.

 

Selbst organisiertes Seminar Songproduktion

Auf Initiative einer Stipendiatin und einer Alumna von Talent im Land fand vom 27. Februar bis 1. März in Mannheim ein selbst organisiertes Seminar in Kooperation mit der Popakademie statt. Unterstützt durch professionelle Songwriter und Producer der Popakademie Mannheim konnten die Teilnehmer einen gemeinsamen Song selbst schreiben und produzieren. Stipendiatin Lena-Marie Lecat berichtet:

 Sonntag Nachmittag trafen wir uns alle im Mannheimer Hauptbahnhof und gingen von dort aus gemeinsam zur Jugendherberge, wo wir auch gemeinsam zu Abend aßen. Mit vollem Magen verbrachten wir den Abend gemeinsam im Aufenthaltsraum mit Gesprächen und Spielen. Auch wenn wir „nur“ eine kleine Gruppe waren, hatten wir eine unglaubliche Vielfalt an musikalischen und fotografischen Talenten zu bieten.

Am Montag ging es dann mit dem offiziellen Programm des SOT los und wir gingen früh morgens in die Popakademie Mannheim. Hier wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, die für das Songwriting und die Instrumentalbegleitung zuständig waren. Dilara hatte bereits Vorarbeit für uns geleistet und einen Teil des Songs mit Gitarrenbegleitung vorgeschrieben. Die Songwritergruppe überarbeitete die vorhandenen Teile und verfasste eigenständig die Strophen, während die Instrumentalisten sich eine passende Begleitung überlegten. Am Ende des Tages wurden die Ergebnisse gegenseitig vorgestellt und schon gemeinsam geprobt. Danach gingen wir zusammen in die Jugendherberge zum Abendessen. Den restlichen Abend verbrachten wir mit anderen TiLern aus der Regionalgruppe in Mannheim. Von Dilara und Songül bekamen wir dann noch eine kleine Führung durch Mannheim. Nicht mal das kalte Wetter konnte uns unsere Freude und gemütlichen Stimmung verderben!

Am nächsten Tag überarbeiteten beide Gruppen separat ihre Teile und probten diese erneut. Als schlußendlich beide mit ihrer Arbeit zufrieden waren, fügten wir beide Teile zusammen und probten den Song einige Male gemeinsam. Nachdem beide Gruppen zufrieden waren, verließen wir die Akademie und gingen gemeinsam in Mannheim bowlen. Während des restlichen Abends waren wir im Gemeinschaftsraum und sangen und redeten miteinander.

An unserem letzten Tag nahmen wir nach einer kurzen Probe unseren Song stückweise auf. Erst nahmen die Instrumentalisten ihre Parts auf, danach sangen die Solisten ein und schlussendlich die Gruppe. So waren wir, zwar mit Verspätung, aber am Ende des Nachmittages fertig mit dem Einspielen und Einsingen unseres Songs und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Hier mussten wir uns dann leider schon voneinander verabschieden und gingen nach und nach zu den Zügen und fuhren nach diesem sehr tollen Projekt mit einem super Ergebnis nach Hause.

SOS – Studienorientierungsseminar 2017

Vom 10. bis 12. Februar fand in Rastatt das diesjährige SOS – Studienorientierungsseminar statt, das in Kooperation mit dem Studienkompass aus Berlin mit 31 Teilnehmer*innen der Kursstufe durchgeführt wurde.

Was will ich werden? Was will ich machen? Wie will ich arbeiten? Wo liegen meine Stärken? Mit diesen und vielen weiteren Fragen erarbeiteten die Stipendiat*innen zusammen mit vier Trainer*innen ihre persönlichen, konkreten Wünsche für die Zukunft und einen Plan, wie sie zu einem für sie passenden Studienfach oder Berufsfeld kommen.

Zunächst jedoch gab es am Freitagnachmittag ein heiteres Willkommen. Die Frage, wieso ein Studium überhaupt aufgenommen werden sollte, wurde umrahmt von gegenseitigem Kennenlernen und, im Falle der Stipendiat*innen, fröhlichem Wiedersehen.  Aufgeteilt in vier Kleingruppen konnten die Teilnehmer*innen in den beiden Folgetagen ihren Zukunftsvorstellungen auf den Grund gehen und auf dieser Basis ‚Zukunftsskulpturen‘ bauen, die am Abend der gesamten Gruppe präsentiert wurden. Auch wechselseitiges Coaching in Tandems stand auf dem Programm.

Das Seminar mündete am Sonntag in Einzelvorstellungen innerhalb der Kleingruppe, bei denen jeder der Kleingruppe seine eigenen Zukunftsperspektiven präsentieren konnte. In einer praktischen Einheit erfuhren die Stipendiat*innen zum Abschluss, wie man mit dieser Basis und mithilfe von Informationsangeboten im Internet zum passenden Studienfach und -ort kommen kann. Derart gestärkt können sie jetzt in das letzte Jahr vor dem Abitur starten  – eine tolle Unterstützung, die bei vielen für mehr Klarheit, bei einigen aber auch für ein wenig mehr (positive) Verwirrung sorgte. 🙂

Filmprojekt des Planspiels Stuttingen

Vergangenes Wochenende, vom 3. bis 5. Februar 2017, haben wir sieben Stipendiat*innen in Bad Urach im Haus auf der Alb verbracht. Im zugehörigen Planspiel im November hatten wir mit insgesamt über zwanzig TiLern das kommunalpolitische Planspiel „Stuttingen“ selbst ausprobiert. Für dieses Planspiel sollte von uns zusammen mit dem professionellen Filmemacher Tobias Greber von 18 Frames zwei kleine Einstiegsvideos gestaltet werden.

Nach einigen Theoriestunden rund um den Dreh eines Filmes mit den Filmproduzenten waren wir am Freitag auch schon direkt auf uns allein gestellt. Wir sollten viel selbstständig arbeiten, bekamen aber natürlich tatkräftige Unterstützung von der Projektleitung. Nach einer großen Runde zur Ideensammlung legten wir in kleinen Gruppen los, um das Drehbuch zu schreiben – zum einen für einen Imagefilm der Stadt „Stuttingen“, zum anderen für eine Nachrichtensendung, die auf kommunale Probleme verweist.

Mit großen Plänen und einer Menge Motivation begannen wir am Samstag früh schon um 7:30 Uhr mit dem Dreh. Zunächst filmten wir mit einer Drohne die Landschaft und den Sonnenaufgang vor dem Haus auf der Alb. Nach dem Frühstück ging es in die Innenstadt, um den Wochenmarkt zu filmen. Dabei interviewten wir für unsere Nachrichtenshow einige Passanten. Anschließend wurde die Nachrichtensendung gefilmt und noch einige Aufnahmen für den Imagefilm gedreht. Nach einer langen Filmarbeit ging es gegen Abend ans Schneiden, womit wir am späten Abend so gut wie fertig waren, sodass wir gemütlich bis spät in die Nacht zusammensitzen konnten und die Zeit mit interessanten Gesprächen und Spielen verbrachten.

Am Sonntagvormittag gab es eine kleine Premiere mit vielen Fotos, die wir über die drei Tage hinweg geschossen hatten, und natürlich unseren zwei Werken, die an diesem Wochenende entstanden waren.

Wir wollen uns an dieser Stelle bei TiL für die Möglichkeit, das Projekt zu besuchen, bedanken. Außerdem danken wir herzlich der LpB und Tobias von 18 Frames für die wunderschöne Zeit und eine gelungene Arbeit!

Anissa, Chavah, Kiril, Leyla, Mahid, Mervenur, Chavah und Tijda

 

Alumnitreffen 2016 in Bad Urach

Nicht nur aus Baden-Württemberg, sondern auch aus Bayern wurden dieses Jahr über 60 ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten begrüßt, die beim Alumnitreffen vom 18.-20. November 2016 zwei kurzweilige Tage und Nächte in der Jugendherberge Bad Urach verbrachten. Vor allem am Samstag gab es zahlreiche Angebote für unterschiedliche Gemüter, doch im Vorfeld fand die Mitgliederversammlung des TiL Alumni e.V. statt, bei der auch ein neuer Vorstand gewählt wurde. Erster Vorsitzender ist seither Vereinsgründungsmitglied Hamed Celaymanian, dessen Vorgängerin Swetlana Schäfer sich schweren Herzens gegen eine erneute Kandidatur entschied und damit eine große Lücke im Vorstand hinterlässt. Der Vorstand besteht weiterhin aus der neuen zweiten Vorsitzenden Yasmin Taheri, dem Kassenwart Sergej Belik, der Schriftführerin Emsal Avdosoji und den erweiterten Mitgliedern André Almeida, Sinan Qazzazie und Natalie Seel. Erstmalig ist der Vorstand des Alumnivereins damit auch fast zur Hälfte bayerisch besetzt – so soll ein Grundstein für zukünftige gemeinsame Alumni-Arbeit gelegt werden.

Im Anschluss an die Kommissionsarbeit wurde das Angebot geöffnet – Spaziergänge zu den Bad Uracher Wasserfällen wurden ebenso unternommen wie künstlerische Projekte und literarische Stunden. Intellektuellen Input gab es in kurzweiligen TED-Vorträgen von sechs Alumni, bevor die Ehemaligen mit Neuigkeiten der aktuellen Stipendiaten versorgt wurden.

Ein Highlight war auch dieses Jahr der Große Preis, bei denen die Einheit und Familiarität der TiLer vorübergehend zweitranging wurde und erhitzt debattiert, angefochten und verteidigt wurde. Sicherlich spätestens bei der Vorstellung der Regionalgruppenarbeit des vergangenen Jahres und den Plänen für die Alumniarbeit 2017 am nächsten Morgen aber waren die Bande wiederhergestellt und ein entspanntes, stimmungsvolles Wochenende des Wiedersehens wurde beendet.

Erneuter Zuwachs für die TiL-Familie

Ein weiterer Jahrgang des Stipendienprogramms Talent im Land stieß in den beeindruckenden Räumlichkeiten des Weißen Saals im Neuen Schloss Stuttgart zu den zahlreichen Vorgängern, die das Programm inzwischen so einzigartig machen.

Als ein Ort der Begegnung wurde das Programm nicht nur von Moderator und Journalist Armin Himmelrath, sondern auch vom stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister des Landes Baden-Württemberg, Thomas Strobl, dargestellt. Ganz in diesem Sinne kamen bei der Veranstaltung die frischgebackenen Stipendiat*innen und ihre Familien mit älteren Mitgliedern der TiL-Familie und Alumni, Vertretern aus Schulen und dem Land, aus den Stiftungen und aus unterschiedlichsten Verbänden zusammen.

Eröffnet wurde der kurzweilige Abend von Neu-Stipendiatin Neda Moshki und ihrer Schwester Negin, die bereits seit 2014 im Programm ist. An Querflöte und Piano präsentierten sie eine beschwingte Gavotte von Francois-Joseph Gossec. Moderator Armin Himmelrath begrüßte anschließend die Gäste und Stipendiat*innen und betonte noch einmal den besonderen Charakter des Abends – ein Zusammentreffen derer, die das Programm ermöglichen und derer, die es anschließend mit Leben füllen und so erfolgreich machen.

Minister Strobl betonte in seinem Grußwort nachdrücklich die Bedeutung von Chancengleichheit und warb dafür, in diesem Sinne Bildungschancen und Herkunft voneinander zu entkoppeln. „Packen wir’s einfach gemeinsam an“, war sein Appell, mit dem er die fortschreitende Vielfältigkeit in Baden-Württemberg und die Rolle Einzelner honorierte: „Wenn unser Land nicht heute schon so vielfältig wäre, wie es ist, dann wären wir auch nicht eines der wirtschaftsstärksten Länder in Deutschland und in ganz Europa“.

In eigener Sache und zur Freude der ‚TiLer‘, die an diesem Abend geladen waren, wurde vor der feierlichen Urkundenübergabe der neue Imagefilm von Talent im Land vorgestellt, der noch einmal die Säulen des Programms aus Sicht der Stipendiat*innen beleuchtet. Aufgelockert wurde die Urkundenübergabe durch einen selbstgeschriebenen Text über die Frage nach dem eigenen Talent, seiner Herkunft und seiner Beschaffenheit durch Neu-Stipendiatin Leah Nlemibe.

In einer lockeren Gesprächsrunde zwischen der Geschäftsführerin der Robert-Bosch-Stiftung, Uta-Micaela Dürig, dem Geschäftsführer der Baden-Württemberg-Stiftung, Christoph Dahl, dem langjährigen Kursleiter Prof. Dr. Michael Stephan, und der TiL-Alumna Viola Schramm wurden einzelne Aspekte des Förderprogramms noch einmal besonders hervorgehoben. Aus verschiedenen Perspektiven konnten sie eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit einbringen und den Neuankömmlingen im Programm einen Vorgeschmack auf das geben, was sie in den nächsten Jahren erwartet.

Noch drei weitere Stipendiatinnen gestalteten den Festakt mit: Nach der Podiumsgesprächsrunde beeindruckten Özgenur Cicek an der Gitarre sowie Leticia dos Santos und Blerina Jashari mit ihren Stimmen, als sie das Lied „All of Me“ sangen. Für einen besonderen Gänsehautmoment sorgte der Refrain, als alle Stipendiat*innen des Jahrgangs 2016 gemeinsam einstimmten.

Einen gelungenen und emotionalen Abschluss bot Alumnus Hamed Celaymanian, TiLer früher Stunde, dessen Laudatio auf persönlicher Ebene hervorhob, wie viel Einfluss das Stipendienprogramm auf seinen Bildungsweg hatte: viele neue Erfahrungen, Vernetzungen während und nach der Schule und finanzielle wie ideelle Unterstützung. Der Diplommathematiker und Mitgründer des Vereins „Talent im Land Alumni e.V.“ mit iranischen Wurzeln schilderte seine Orientierungslosigkeit während der Anfänge in Deutschland und den beeindruckenden Weg, den er durch und zusammen mit TiL begehen konnte. „Ihr seid Vorbilder für viele andere“, richtete er ermutigend an die neuen Mitglieder seiner Zweitfamilie – eine Familie, die von seinem Enthusiasmus direkt angesteckt wurde und all diesen Vorzügen positiv gestimmt begegnet.

Fünf der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten stellen wir hier vor:

Le Vy

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„Bildung heißt auch Charakterbildung“, so lautet Le Vys Motto in Bezug auf TiL. Sie hat sich zum einen beworben, um die Angebote im Bereich Begleitung und Beratung wahrzunehmen, zum anderen aber auch, um anderen Kulturen und verschiedenen Persönlichkeiten zu begegnen. Das ausgeprägte Interesse der 14-jährigen Gymnasiastin an anderen Kulturen spiegelt sich auch in ihren Lieblingsfächern wider: Neben Sport und Musik liegen Le Vy vor allem die Sprachen Deutsch, Englisch und Latein. Ihre Muttersprache ist Vietnamesisch, geboren und aufgewachsen ist Le Vy hier in Deutschland und zurzeit lebt sie mit ihrer Familie in St. Blasien.In ihrer Freizeit engagierte Le Vy sich viele Jahre beim Heimatverein, aktuell bringt sie sich im Jugendrotkreuz und im Zentrum für individuelle Begabungsförderung ein, wo sie Schüler*innen mit Lese-Rechtschreib-Schwäche unterstützt. In ihrer Freizeit spielt Le Vy Badminton, schreibt gern Gedichte oder Kurzgeschichten und interessiert sich für griechische Mythologie. Ihre große Leidenschaft für Musik lebt sie seit sechs Jahren beim Geigenunterricht aus, außerdem spielt Le Vy im schulischen Orchester und Streichertrio und singt auch gern. Diese breitgefächerten Interessen und Le Vys Motivation, immer Neues kennenzulernen, werden ihr sicher helfen, all ihre Zukunftspläne zu verwirklichen. Wir freuen uns darauf, Le Vy auf ihrem weiteren Weg zu begleiten!

Haris

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Zwei Dinge liegen Haris besonders am Herzen, sein ehrenamtliches Engagement und die Liebe für Musik. Besonders das Cello und das Klavier haben es dem 16-Jährigen angetan, durchschnittlich fünfzehn Stunden verbringt er jede Woche am Badischen Konservatorium Karlsruhe, wo er nicht nur das Spielen lernt, sondern auch in Musiktheorie unterrichtet wird und im Sinfonieorchester spielt. Zusätzlich unterstützt Haris das Schulorchester seines Gymnasiums, bietet Hausaufgabenbetreuung für die Unterstufe an und war schon als Klassensprecher aktiv. Seit vier Jahren ist er außerdem Mitglied im Stadtjugendausschuss von Karlsruhe, dabei moderiert er beispielsweise Veranstaltungen und ist Jurymitglied bei Wettbewerben.In der Schule interessiert sich Haris besonders für die Fächer Biologie, Geschichte, Politik und Wirtschaft. Nach seinem Abitur kann er sich ein Medizinstudium gut vorstellen, ein soziales Jahr im Krankenhaus ist bereits jetzt fest eingeplant. Sein Fleiß und die ihm typische Verlässlichkeit werden ihm hierbei sicherlich zugutekommen.Durch das Stipendium bei TiL erhofft Haris sich, seine griechischstämmigen Eltern etwas entlasten zu können. Er nimmt sich zudem fest vor die stipendiatische Gemeinschaft bei TiL zu bereichern und sich gut einzubringen. Dass ihm dies gelingen wird, davon sind wir überzeugt!

Nina

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Ob Klavier, Geige, Turnen oder Ballett – die 14jährige Nina aus Breisach hat in ihrer Freizeit immer etwas zu tun! Geige spielt Nina bereits seit sechs Jahren, Klavier seit fünf – und seit knapp vier Jahren ist sie außerdem Teil ihres Schulorchesters. Und auch wenn ihr das Turnen viel Freude bereitet, ist Ninas eigentliche Leidenschaft doch das Ballett. In den letzten zehn Jahren hat sie hierbei zahlreiche erfolgreiche Auftritte absolviert, bei denen sie mitunter sogar Hauptrollen verkörpern durfte. So stand Nina beispielsweise auch schon als Zahnfee auf der Bühne – und wird bald als Schneewittchen zu sehen sein, was wir uns sehr gut vorstellen können!Ausreichend Zeit für ihre zeitintensiven Hobbies bleibt Nina, die momentan die 9. Klasse eines Gymnasiums besucht, da ihr das Lernen recht leichtfällt – ihre Zeugnisse können sich sehen lassen und besonders in Mathe und auch Sprachen hat Nina großes Talent. In der Schule war sie zudem mehrfach als Klassensprecherin in der SMV aktiv und wurde gerade erneut zur Unterstufensprecherin gewählt.Nach ihrem Abitur möchte Nina am liebsten Medizinerin werden und entweder als Chirurgin oder Anästhesistin der Gesundheit dienen. Von TiL erhofft sie sich auf dem Weg dorthin Unterstützung – und die ist ihr sicher!

Oliver

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Olivers Geschichte ist eine sehr besondere: Vor vier Jahren entschied der damals 14-jährige selbstständig sein Heimatland Serbien hinter sich zu lassen und zu seinen in Deutschland lebenden Großeltern zu ziehen. Der Grund für diese mutige Entscheidung? Oliver hat große Ziele und will einiges erreichen im Leben – und hierfür sieht er in Deutschland die besten Chancen.Nach seiner Ankunft in Deutschland besuchte er zunächst sieben anstrengende Monate lang täglich einen Deutschkurs, nachmittags übte er die neuen Kenntnisse dann im Gespräch mit den Nachbarn. Mittlerweile spricht Oliver absolut fehler- und akzentfrei Deutsch – und auch einen leichten schwäbischen Dialekt kann man bereits heraushören, wie es sich eben gehört in Nürtingen.

Sein Fleiß beim Sprachenlernen verhalf Oliver dann auch bald zu ersten Freundschaften mit Klassenkameraden an der Werkrealschule. Ganz besonders wohl fühlte und fühlt er sich aber auf dem Fußballplatz: Das allwöchentlichen Training mit seiner Mannschaft ist für Oliver das Wochenhighlight.

Dank seiner sehr guten schulischen Leistungen wird Oliver im nächsten Jahr die Berufsfachschule abschließen. Das nächste Ziel hat er auch schon fest im Blick: Die Fachhochschulreife. Wir haben keinen Zweifel daran, dass Oliver auch diesen Meilenstein auf seinem Bildungsweg erreichen wird – insbesondere, da ihn sein Stipendium von Talent im Land dabei unterstützt.

Raffaela

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Raffaelas Eltern kommen aus Estland und Italien, sie selbst wurde in Deutschland geboren. Raffaela hat vielseitige Interessen: In der Schule faszinieren sie Sprachen und die Physik, hier insbesondere extrasolare Planeten und SETI-Forschung, also die Suche nach außerirdischem Leben. Passend dazu hat Raffaela schon ein Praktikum beim Haus der Astronomie des Max-Planck-Instituts in Heidelberg absolviert und am Astronomiekurs einer Sommer-Akademie teilgenommen. Abgesehen davon interessiert sie sich auch für Linguistik, Literatur, Ethik, Politik und Wirtschaft.

Und auch in ihrer Freizeit wird Raffaela nicht langweilig: Am Wochenende hilft sie im Restaurant ihrer Eltern als Bedienung aus, außerdem ist sie als Nachhilfelehrerin, in der Hausaufgabenbetreuung und der Schulbibliothek aktiv. Nach der Schule möchte die 17-Jährige am liebsten nach Australien, um ein Work & Travel-Jahr einzulegen, bevor sie in Oxford Astrophysik studieren möchte. Zunächst plant sie aber nun ein Frühstudium in Psychologie, um sich in einem ganz anderen Themenfeld weiterzubilden.

Dieser Bandbreite an Interessen entsprechend freut sich Raffaela bei TiL schon auf das vielseitige Bildungsprogramm. Darüber hinaus erhofft sie sich von ihrem Stipendium ein standhaftes Netzwerk – das können wir ihr mit unseren über 600 aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten definitiv bieten.

„Stuttingen“ – ein kommunalpolitisches Planspiel

Ein Bericht von Stipendiatin Leyla Yilmaz.

Über 20 Stipendiat*innen nahmen in der ersten Novemberwoche drei Tage lang an einem Planspiel über kommunale Politik teil, das von der Landeszentrale für politische Bildung speziell für Talent im Land durchgeführt wurde.

Die Teilnehmenden schlüpften in „Stuttingen“ in verschiedene Rollen des Gemeinderats, der Stadtverwaltung und der Jugendvertretung und befassten sich so mit kommunalpolitischen Themen aus unterschiedlichsten Perspektiven. So entstanden Diskussionen über Lösungsvorschläge verschiedener Probleme, die in der fiktiven Stadt „Stuttingen“ auftraten und (fast) alle Teilnehmer*innen zufriedenstellten und eine Menge neues Wissen über Demokratie vor Ort.

Die politischen Einheiten wurden von den Referierenden immer wieder durch Spiele unterbrochen und blieben so kurzweilig. Die besten Teilnehmer*innen wurden außerdem ausgezeichnet, wodurch der Spaß für alle Beteiligten aber nicht zu kurz kam.

Der Lerneffekt war durch die lockere, offene und vertrauenswürdige Art der Referenten sehr hoch und die Atmosphäre entspannt, alle hatten große Freude an dem Seminar. Schließlich kam auch das Abendprogramm nicht zu kurz. Der Höhepunkt des Seminars war jedoch am letzten Tag die simulierte Stuttinger Gemeinderatssitzung im Rathaus Tübingen. Mit dabei waren dabei auch zwei Tübinger Gemeinderäte, die im Anschluss für Fragen zur Verfügung standen.

In einem nächsten Schritt sollen mit einigen Teilnehmer*innen an einem Wochenende Anfang nächsten Jahres kurze Erklärvideos erstellt werden, um diese zusammen mit dem eigentlichen Planspiel in der Bildungsarbeit der Landeszentrale für politische Bildung einzusetzen.

Zweites Stipendiatentreffen des Jahrgangs 2015

Das zweite Stipendiatentreffen des Jahrgangs 2015 vom 28. bis 30. Oktober fand unter dem Motto ‚Eine Meinung haben – und dazu stehen‘ statt – eine gelungene Veranstaltung für alle Beteiligten. Rhetorik und Präsentation sollten dabei kennengelernt und praktiziert werden, ganz in diesem Sinne gab es ein Rede- und Sprachtraining sowie eine Einführung und Kleingruppenarbeit über Meinungsreden.

Die Leistung der Einzelnen kam dennoch nicht zu kurz: In einer eigenen Rede und einer Videopräsentation mit anschließender Analyse konnten die 44 Stipendiat*innen ihre rhetorischen Fähigkeiten der Gruppe präsentieren und vor allem sich selbst vor Augen führen. Als Abschluss des zweiten Tages gab es noch weitere Anstöße in einem Vortrag von Dr. Martin Roos, der aus Düsseldorf angereist war.

Der Höhepunkt des Seminars, neben der Wiedersehensfreude, war die große TiL-Debatte am Sonntag zum Thema „Soll der Zugang zu sozialen Medien erst ab 18 Jahren erlaubt sein?“, die auch gleichzeitig den Seminarabschluss darstellte. Besonderer Beliebtheit erfreute sich in alter TiL-Manier außerdem die Sporthalle, die das Zusammensein sicher ebenso stärkte wie gemeinsame Abende und Gespräche.

Erstes Treffen der neuen Stipendiaten 2016

Vom 23.-25. September 2016 fand in Bad Boll das erste gemeinsame Stipendiatentreffen für die TiL-Neulinge des Jahrgangs 2016 statt. Das große Kennenlern-Treffen fand unter dem Titel „Chancen bilden – auf dem Weg zu neuen Herausforderungen“ statt.

Neben dem Gruppenaspekt unterstützte das Seminar die Stipendiat*innen auch auf individueller Ebene. So durften sie sich in einem Workshop mit ihren eigenen Fähigkeiten, Stärken & Zielen auseinandersetzen und von den anderen hören, wie diese mit Herausforderungen des Alltags und der Schule umgehen. In einer weiteren Einheit konnten sie sich bei Vertrauens- und Kooperationsübungen neuen Herausforderungen stellen. Bei der Talentshow am Samstag Abend schließlich durfte jede*r Einzelne in offener Atmosphäre ihr oder sein persönliches Talent den anderen präsentieren.

Natürlich kam auch eine Orientierung über das Stipendienprogramm nicht zu kurz: In einer Talkrunde mit fünf ehemaligen Stipendiat*innen berichteten diese über ihre Erfahrungen aus dem Stipendium und ihr Engagement vor Ort. Alle setzten sich auch in ihren Regionalgruppen ein erstes Mal zusammen und klärten mögliche gemeinsame Aktivitäten mit den Stipendiat*innen aus den anderen Jahrgängen und den Alumni.

Den Abschluss am Sonntag bildete ein gemeinsames Mittagessen mit den eingeladenen Eltern und eine Inforunde zu den Bestandteilen des Stipendiums, in der viele Fragen zum Bildungsprogramm und zu Zuschüssen geklärt werden konnten.

Laborpraktikum am Heidelberger Life Science Lab

Acht Stipendiatinnen und Stipendiaten durften Anfang September für eine Woche Laborluft schnuppern bei einem einwöchigen Praktikum im Heidelberger Life Science Lab am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.

Die Stipendiaten erhielten durch das Praktikum die Möglichkeit, sehr praxisnah mathematisch- und naturwissenschaftlich-technisches Arbeiten kennenzulernen und dadurch ihrer Studien- und Berufswahl wieder ein Stück näher zu kommen. Eine arbeitsame und intensive Woche, an deren Ende auch Begriffe wie Durchflusszytometrie, Restriktionsanalyse, kompetente Bakterien und Apoptoseinduktion keine Fremdworte mehr waren.

Link zum Life Science Lab am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg