Veranstaltungs-Rückblicke

Selbst- und Zeitmanagement 2018

Um erfolgreich und stressfrei durch den (Schul-)Alltag zu kommen, hilft ein effektives Zeitmanagement. Wenn sich die Arbeit türmt und die Zeit verfliegt, unterstützen erprobte Strategien, den Tag zu strukturieren und die vielen anstehenden Aufgaben und Wünsche besser zu bewältigen.

20 Stipendiaten von Talent im Land kamen Anfang Dezember nach Stuttgart, um genau dies zu lernen. Sich in der verfügbaren Zeit auf das Wesentliche zu konzentrieren, einen Überblick über die anstehenden Aufgaben zu gewinnen und dabei die Hobbys nicht ganz zu vergessen, die ToDos richtig zu planen und zu priorisieren, gemeinsam neue Ziele strategisch zu setzen und eine realistische Zeitplanung zu erstellen. All dies waren Themen bei diesem kompakten Tag – das heißt, die Zeit wollte effektiv genutzt sein. Auch die souveräne Bewältigung von Stresssituationen sowie der Umgang mit Störungen und „Zeitfressern“ kamen ebenso zur Sprache wie die lästige, aber allzu menschliche Prokrastination („Aufschieberitis“).

Das Alumnitreffen 2018

Vom 30. November bis 2. Dezember 2018 trafen sich knapp 70 ehemalige TiL-Stipendiat*innen aus Nah und Fern in der Jugendherberge Rottweil, um ein vielseitiges, interessantes und vor allem schönes Wochenende zu verbringen. Mit viel Engagement hatten die Ehemaligen selbst das Wochenende vorbereitet und gestaltet.

Der Freitagabend war geprägt vom Ankommen und vor allem der großen Wiedersehensfreude und Kennenlernen „neuer“ Alumni. Am Samstagmorgen wurden Workshops angeboten, deren Ergebnisse anschließend vorgestellt wurden: Themen wie Salsa, Rassismus, Intercultural Awareness und Tramprennen wurden getanzt, besprochen und diskutiert. Die facettenreichen Künste der TiL-Familie wurden in den TED-Talks erkundet. Hier konnte man unter anderem in das Leben im „Schweizer Exil“ und in das Arbeiten und Wirken von „Digitalen Nomaden“ einen spannenden Einblick bekommen. Danach wurden aktuelle Informationen aus dem „Talent im Land Alumni e.V.“ präsentiert. Der letzte Abend war – wie die Jahre zuvor – geprägt von teils emotionalen Diskussionen rund um die Fragen des Großen Preises. Das Ratespiel wurde von Alumni-Koordinator Ingo Straten moderiert. Am Sonntag bildeten die Berichte aus den Regionalgruppen und der Austausch über die Regionalgruppenarbeit den Abschluss, bevor wieder alle an ihre jetzigen Wohnorte entschwanden.

 

15. TiL-Jahrgang aufgenommen

51 neue Stipendiat*innen sind seit dem 1. September Teil der TiL-Familie und werden auf ihren Bildungswegen unterstützt und beraten. Am 14. November wurden sie von Kultusministerin Susanne Eisenmann sowie Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, und Dr. Dagmar Wolf, Bereichsleiterin Bildung der Robert Bosch Stiftung, feierlich im Neuen Schloss Stuttgart als 15. Jahrgang in das Programm „Talent im Land“ aufgenommen. „Die Stipendiaten sind außergewöhnliche Jugendliche, die trotz schwieriger Startbedingungen ihre Motivation nie verloren haben und voller Zuversicht in die Zukunft blicken. Dabei denken sie nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere“, betonte Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, in ihrem Grußwort. Zudem riet sie den Stipendiatinnen und Stipendiaten, dass man bei Misserfolgen nicht liegen bleiben dürfe, sondern wieder aufstehen und weiterkämpfen solle.

Für die 31 Mädchen und 20 Jungen, die aus insgesamt über 300 Bewerbungen ausgewählt wurden, öffnen sich als TiL-Stipendiaten ganz neue Perspektiven. Neben einer monatlichen Förderung von in der Regel 150 Euro erhalten sie Zugang zu einem umfangreichen Seminar- und Bildungsprogramm, lernen bei der Sommerakademie berufliche Vorbilder kennen und können sich innerhalb eines Netzwerks aus rund 650 „Talent im Land“-Alumni Ratschläge für Schule und Berufsplanung einholen.

Die neu aufgenommenen TiL-Familienmitglieder stammen aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Kulturkreisen. Während 27 Stipendiat*innen in Deutschland geboren sind, zählen zu den Herkunftsländern der anderen Jugendlichen beispielsweise Pakistan, Rumänien, Afghanistan, Iran, Sri Lanka, Libanon und die Philippinen. Die größte Gruppe mit elf Schülerinnen und Schüler stammt ursprünglich aus Syrien. „Herkunft darf nicht über den Zugang zu Bildung entscheiden. Mit Talent im Land fördern wir auch diejenigen, die bisher vielleicht übersehen wurden und die sich trotz mancher Hindernisse nicht unterkriegen lassen“, erläuterte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben bereits soziales oder politisches Engagement gezeigt oder Urkunden für schulische oder sportliche Leistungen erhalten. Sie sind bunt interessiert an Neuem und haben oftmals bereits ambitionierte berufliche Ziele vor Augen. In diesem Jahr stehen besonders technische und naturwissenschaftliche Studienfächer wie Informatik, Mathematik oder Ingenieurwesen hoch im Kurs. Auch ein hohes Interesse an Thema Gerechtigkeit wurde spürbar: Einige Schülerinnen und Schüler haben Interesse an politischen Themen, möchten bei der UNO arbeiten oder Medizin studieren, um in Kriegsgebieten aktiv vor Ort helfen zu können.

Die Festveranstaltung lieferte den anwesenden Gästen einen Einblick in die Bestandteile des Programms, von denen die neuen Stipendiat*innen in den kommenden Jahren profitieren werden. So hob in einer Gesprächsrunde TiL-Alumnus Ivo Georgiev hervor, in welcher Art und Weise die Impulse des Bildungsprogramms ihm geholfen hatten, seine Talente zu entfalten. Und Sommerakademieleiterin Erika Magyarosi schilderte ihre Erfahrung, dass die Sommerakademie ein Geben und Nehmen sei, bei dem unglaublich viel Begeisterung und Energie bei allen Beteiligten spürbar werde. Ein → kurzer Film lieferte einen Eindruck von der Atmosphäre und den Inhalten eines  Wochenend-Seminars.

Die aktuellen Stipendiat*innen Jakub und Ophundem beeindruckten mit ihrer Präsentation vom Song „A Million Dreams“, und Neu-Stipendiat Younes gab einen beeindruckenden Einblick in die koreanische Kampfkunst „Taekwondo“. Der Abend klang bei netten Gesprächen und einem Fingerfood-Buffet begleitet von Livemusik harmonisch aus.

Fünf der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten stellen wir hier vor:

Sahar

Vor genau drei Jahren kam Sahar mit ihrer Mutter, Großmutter und Tante aus dem Iran nach Deutschland in den Schwarzwald. Schon in dieser kurzen Zeit legte die gebürtige Afghanin eine beträchtliche Laufbahn hinter sich. Als Sahar im Jahr 2016 begann, auf eine Realschule zu gehen, empfahlen ihre Lehrkräfte ihr schon nach vier Monaten, auf ein Gymnasium zu wechseln. Dieses besucht Sahar nun in der 8. Klasse.
Ihr Interesse für Sprachen begann schon früh, als sie im Iran eine Grundschule besuchte. Zu dieser Zeit lernte sie mit Hilfe des Internets Englisch. Nicht nur das Sprachenlernen begeistert sie, sondern auch die Literatur. So liest sie schon jetzt mit großem Enthusiasmus Franz Kafka und Paolo Cohelo. Sahar hat auch eine künstlerische Seite. Sie nimmt Gitarrenunterricht, singt im Schulchor mit und malt und schreibt für eine afghanische Kinderzeitschrift. Für eine ihrer Geschichten wurde sie als beste Schriftstellerin ihrer Altersgruppe bei einem iranischen Literaturfestival ausgezeichnet. Da sie nach ihrem Abitur gerne Schriftstellerin und Physikerin werden möchte, ist Sahar hoch motiviert und hofft, dieses Ziel mithilfe von TiL erreichen zu können. Wir freuen uns darauf, Sahar in den nächsten Jahren begleiten zu dürfen!

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2. Stipendiatentreffen des TiL-Jahrgangs 2017

Das 2. Stipendiatentreffen des Jahrgangs 2017 fand vom 26. Oktober bis 28. Oktober im Kraichgau im Schloss Flehingen statt zum Thema: „Eine Meinung haben – und dazu stehen“.

Nach dem Ankommen begann der Freitag mit einer Einführung in das Debattieren, bei der Minidebatten unter dem Motto „So soll es sein!“ vorbereitet wurden. Vor dem Abendessen wurden wichtige Aspekte der Rhetorik und Präsentation anhand von Film- und Tonbeispielen eingeführt. Anschließend fanden die vorbereiteten Minidebatten in den Kleingruppen statt – bei denen fair und interessant debattiert wurde.

Der Samstag war von einem intensiven Rede- und Sprechtraining in Kleingruppen geprägt. Jeder Stipendiat durfte eine kleine Rede vorbereiten, die per Video aufgezeichnet wurde. So konnten alle ihre rhetorischen Fähigkeiten der Gruppe präsentieren und vor allem sich selbst vor Augen führen. Den gelungenen Abschluss des Tages bildete Markus Reiter, der in seinem Vortrag zu Aspekten der Neuro-Rhetorik aufzeigte, welche Aspekte in der Rhetorik Argumente häufig überlagern.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der großen TiL-Debatte, bei der das neu gewonnene Wissen in der Praxis eines Debatten-Wettstreites praktisch ausprobiert werden konnte.

Erstes Treffen der neuen Stipendiaten 2018

Vom 28.-30. September 2018 fand in Bad Boll das erste gemeinsame Stipendiatentreffen für die TiL-Neulinge des Jahrgangs 2018 statt. Das große Kennenlern-Treffen stand unter dem Titel „Chancen bilden – auf dem Weg zu neuen Herausforderungen“.

Neben dem Gruppenaspekt unterstützte das Seminar die Stipendiat*innen auch auf individueller Ebene. So durften sie sich in einem Workshop mit ihren eigenen Fähigkeiten, Stärken & Zielen auseinandersetzen und von den anderen hören, wie diese mit Herausforderungen des Alltags und der Schule umgehen. In einer weiteren Einheit konnten sie sich bei Vertrauens- und Kooperationsübungen neuen Herausforderungen stellen. Bei der Talentshow am Samstag Abend schließlich durfte jede*r Einzelne in offener Atmosphäre ihr oder sein persönliches Talent den anderen präsentieren.

Natürlich kam auch eine Orientierung über das Stipendienprogramm nicht zu kurz: In einer Talkrunde mit ehemaligen Stipendiat*innen berichteten diese über ihre Erfahrungen aus dem Stipendium und ihr Engagement vor Ort. Alle setzten sich auch in ihren Regionalgruppen ein erstes Mal zusammen und klärten mögliche gemeinsame Aktivitäten mit den Stipendiat*innen aus den anderen Jahrgängen und den Alumni aus der jeweiligen Region.

Den Abschluss am Sonntag bildete ein gemeinsames Mittagessen mit den eingeladenen Eltern und eine Inforunde zu den Bestandteilen des Stipendiums, in der viele Fragen zum Bildungsprogramm und zu Zuschüssen geklärt werden konnten.

Laborpraktikum am DKFZ in Heidelberg 2018

In der letzten Ferienwoche hatten sieben TiL-Stipendiaten die Gelegenheit, ein einwöchiges Laborpraktikum am DKFZ in Heidelberg zu absolvieren. Stipendiatin Luisa schrieb anschließend einen Bericht, den wir hier gekürzt wiedergeben.

Nach der Anreise am Sonntag erfolgte am Montag nach einer Begrüßung durch die Praktikumsbetreuerin Anja Reimann und einer Kennenlernrunde zunächst eine Sicherheitseinweisung für uns alle. Ohne Sicherheitsbelehrung läuft es nämlich leider nicht im Labor. Der Tag fing mit Grundlagen wie einer Pipetten-Einweisung und dem Gießen von Gelen für unsere SDS-Page (damit kann man Proteine auftrennen) an. Montagabend, nach dem Praktikum sind wir alle nach einer Stärkung in der Jugendherberge in die Stadt, um hoch zum Heidelberger Schloss zu laufen. Das waren immerhin 330 Stufen die Bergauf gingen, aber der Ausblick ist es allemal wert gewesen.

Am Dienstag, unser zweiter Tag, haben wir unsere am Vortag gegossenen Gele in die SDS-Page eingesetzt, beladen und über den Vormittag laufen lassen und danach mit einem speziellen Verfahren gefärbt (Coomassiefärbung), damit die Proben später, bei der Auswertung, besser sichtbar sind. Zudem stand ein Besuch im KID, dem Krebsinformationsdienst, auf dem Programm. Alle Mitarbeiterinnen (ja, in dieser Abteilung arbeiten hauptsächlich Frauen) waren sehr freundlich, haben uns ihre Aufgaben erklärt und waren offen für Fragen. Großen Respekt an die Mitarbeiterinnen des KID’s für ihre Arbeit, bei der sie Angehörigen, Patienten und Ärzten mit Rat und Tat zur Seite stehen. Am späteren Dienstagnachmittag folgte al Begleitprogramm noch der Besuch eines Museums über die Verfolgung der Sinti und Roma.

Am Mittwoch haben wir unsere Gele wieder entfärbt, da diese durch die Coomassiefärbung eine blaue Farbe angenommen haben. Danach erhielten wir einen Vortrag über das Elektronenmikroskop. Das Ding sieht etwas komisch aus, hat aber eine Auflösung bis auf Molekularebene. Dadurch sind erstklassige Aufnahmen möglich. Die Arbeit ist echt eine Herausforderung aber die vortragende Zellbiologin machte ihre Arbeit mit so einer Sicherheit und Präzision, dass es fast schon gruselig war. Am Nachmittag haben wir den Zelltod herbeigeführt und die Zellen angefärbt, dadurch leuchteten die Zellen unter einem speziellen Licht grün auf. Den Rest des Tages haben wir entspannt am Neckar ausklingen lassen.

Am vorletzten Tag durften wir uns den 7- Tesla, ein sehr leistungsstarkes MRT-Gerät anschauen, welches aktuell nur für Studienzwecke verwendet wird. Als Vergleich: In Kliniken gibt es derzeit nur 1,5/ 3- Tesla. Das gesamte Gebäude wurde nur für dieses Gerät errichtet und dient der Abschirmung der enormen magnetischen Strahlung. Beeindruckend aber, wie leistungsstark das MRT ist. Danach haben wir einen Vortrag über Radioaktivität bekommen. Sehr interessant und wusstet ihr, dass die Banane das radioaktivste Obst ist, das es gibt? Also nicht mehr als 600 Bananen in 1 Sekunde essen, sonst könnte es gefährlich werden! Am Nachmittag durften wir unsere sterbenden Zellen betrachten… ein Schlachtfeld, wenn ich das so sagen darf. Dann durften wir noch unsere mittlerweile grünen Zellen unterm Mikroskop betrachten. Am Ende haben wir dann unseren Kittel wortwörtlich an den Nagel gehängt.

Freitag, der Tag unserer Abreise, war nicht weniger spannend. Es ging in die Medizintechnik, in der wir einen super Vortrag über 3D- Scan& Co bekommen haben. Einen Blick auf den neusten 3D-Drucker durften wir natürlich auch werfen. Danach gab es noch einen kleinen Vortrag über Durchflusszytometrie, ein Verfahren, mit dem die Eigenschaften der Zellen charakterisiert werden können.

Sommerakademie 2018 in Überlingen

Vom Leer-Raum zum Spiel-Raum – Dimensionen eines vielschichtigen Begriffs

Ende Juli 2018 startete im Salem International College in Überlingen am Bodensee die 13. Sommerakademie von Talent im Land. Für insgesamt 89 Stipendiat*innen aus Baden-Württemberg und Bayern begannen die Sommmerferien also eher arbeitsam.

Unter dem Oberthema „Vom Leer-Raum zum Spiel-Raum – Dimensionen eines vielschichtigen Begriffs“ konnten sich die Stipendiat*innen einen Kurs wählen aus den Fachbereichen Stadtplanung, Jura, Wirtschaft, Physik, Soziologie und Biomedizin. Die sechs Kurse wurden von Dozierenden aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Praxis unterrichtet. Unterstützt wurden die Kursleiter*innen durch ein Orga-Team und durch Akademieleiterin Erika Magyarosi.

Neben den Kursen und den kursübergreifenden sportlichen und informativen Angeboten, meist betreut durch die Stipendiat*innen selbst, waren vor allem die Abende mit abwechslungsreichen Veranstaltungen gefüllt. Am Abend der Talente präsentierten sich viele Stipendiat*innen unter anderem musikalisch (instrumental und Gesang), tänzerisch, durch Impro-Theater, durch den Zeitraffer-Mitschnitt einer Porträt-Zeichnung, durch Hypnose bis hin zu Zauberwürfel-Lösen mit gleichzeitigem Aufsagen des Periodensystems.

Am Abend mit Gästen diskutierten unter Moderation von zwei Stipendiat*innen Prof. Birger Priddat von der Universität Witten/Herdecke, Tristan Horx vom Zukunftstinstitut Wien und die Crowdspondentinnen Lisa Altmeier und Stefanie Fetz Vor- und Nachteile der rasanten technischen und digitalen Entwicklung. Wie sieht die Zukunft aus, die mehr auf digitale Lösungen setzt, welche Möglichkeiten und Risiken ergeben sich dadurch?

Orientierung auf dem Weg in ein Studium bot der Studieninfonachmittag. Nach Workshops zur richtigen Studienfachwahl, zur Studienfinanzierung und zu Speedreading berieten Kursleiter und Orga-Team zu diversen Studienfächern. Zusätzlich informierten Vertreter*innen verschiedener Studienförderwerke über die jeweiligen Bewerbungsvoraussetzungen und –Verfahren. Und die Initiative Arbeiterkind.de stellte vor, wo und wie sich Erst-Akademiker*innen im Studium Unterstützung durch eine ihrer Regionalgruppen holen können.

Am Abschlussabend präsentierten die einzelnen Kurse mit unterhaltsamen szenischen Vorstellungen die Inhalte und Erkenntnisse der vergangenen Woche.

Absolventenfeier 2018 in Tübingen

Am 12. Juli 2018 war es für 40 TiL-Stipendiat*innen an der Zeit, das Programm hinter sich und einen spannenden neuen Lebensabschnitt beginnen zu lassen. In Anwesenheit vieler Familien und Wegbegleiter*innen während der TiL-Zeit läutete ein feierlicher Nachmittag in der Alten Aula der Universität Tübingen den ‚Anfang vom Ende‘ als aktive Stipendiat*innen ein. Carolin Genkinger von der Robert Bosch Stiftung und Jessica Epple von der Baden-Württemberg Stiftung beglückwünscht die Absolvent*innen zu diesem wichtigen Meilenstein ihrer persönlichen Bildungslaufbahn.

Maßgeblich gestaltet wurde das Programm durch Beiträge verschiedener Stipendiat*innen, die ihre vielfältigen Erfahrungen im Programm resümierten: Absolventin Anna Kling hielt eine rückblickende Rede auf die vergangenen Jahre. Dilara Kocoglu und Özgenur Cicek sangen das Lied „Be the miracle“, das im Jahr zuvor bei der Sommerakademie entstand und an dem beide mitgewirkt hatten. Und schließlich überzeugte Leah Nlemibe mit ihrem kreativen Poetry Slam-Vortrag.

Auch nach der Verabschiedung als Aktive bei TiL ist das familiäre Gefühl des Programms natürlich nicht zu Ende. So hieß Emsal Avdosoji vom TiL-Alumni e.V. die Absolvent*innen in der breitgefächerten Welt der Alumni herzlich willkommen und zeigte auf, in welcher Art und Weise ehemalige Stipendiaten im Alumniverein aktiv werden oder bleiben können. Zwei letztjährige Abiturient*innen boten einen Einblick, wie es nach dem Abitur weitergehen kann. So berichtete Kiril Denisov von seinem eigenen Übergang von der Schule an die Uni. Und Sabra Ghebreyesus schilderte, welche Möglichkeiten und neuartigen Erfahrungen ein Freiwilligendienst ermöglicht.

Mit Urkunden in der Hand und einer rückblickende Fotoslideshow auf die Erlebnisse der vergangenen Jahre endete mit diesem Nachmittag für einige TiLer die Zeit im Stipendium, doch TiL begleitet sie hoffentlich noch eine Weile auf die eine oder andere Weise weiter. Beim Stehempfang mit Fingerfood und kühlen Getränken feierten die Absolvent*innen sich, ihre Erfolge und die schöne, gemeinsame Zeit im Programm.

Herausforderungen in der Schule

Jede Schülerin und jeder Schüler steht in der Schule immer wieder vor neuen Herausforderungen. Bei einem Wochenendseminar Anfang Mai in Rottweil beschäftigten sich 45 Stipendiat*innen überwiegend aus der Mittelstufe in drei Workshops mit unterschiedlichen Schwierigkeiten, die im schulischen Kontext auftreten können.

Lernen zu können wird eigentlich von jedem Schüler erwartet. In dem Workshop „I did it my way – individuelle Lernstrategien entwickeln und entfalten“ reflektierten die Teilnehmer*innen über ihre eigenen Lernstrategien und analysierten, welche Faktoren Lernerfolg zuweilen behindern. Theoretisch vorhandenes Wissen über Gelingensbedingungen machten sich die Stipendiat*innen spielerisch und unter Aktivierung verschiedener Sinne bewusst und erfuhren gegenseitig, was die jeweils anderen als hilfreich oder behindernd beim Lernen empfinden.

Mit Gedächtnisstrategien und Zeitmanagement beschäftigte sich der Workshop „High Speed Gehirn“, in dem die Teilnehmer*innen verschiedene Mnemotechniken praktisch ausprobierten und sich von der tatsächlichen Anwendbarkeit überzeugen konnten. „Das Gehirn merkt sich Dinge leichter, wenn das Wissen attraktiv verpackt wird“ – mit diesem Credo lasse sich vielen derartige Lern-Herausforderungen begegnen.

Gänzlich anderen Herausforderungen widmete sich der Workshop „Wenn schon streiten – dann wenigstens richtig“, in dem die Teilnehmer*innen erfuhren, wie sie schulische wie private Konfliktsituationen – die schulischen Erfolg sehr leicht beeinträchtigen können – reflektieren und analysieren können.

Mit frischer Motivation konnten die Schüler*innen am Ende des Seminars in den Schuljahres-Endspurt starten.

Das Wochenende wurde filmisch begleitet. → Hier zeigen wir das Ergebnis.

Der Abschluss naht: das Abilerncamp 2018

Schon letztes Jahr ein voller Erfolg: das Abilerncamp für den Endspurt der Prüfungsvorbereitungen erfreute sich auch in diesem Jahr wieder großer Beliebtheit unter den baldigen Abiturient*innen. Von Freitagnachmittag bis Montagmittag verbrachten 25 Noch-Stipendiat*innen vier intensive Tage mit viel gemeinsamer Lernzeit und anderen anregenden Programmpunkten. Nicht fehlen durfte dabei ein fünfköpfiges Team von Alumni, die die baldigen Prüflinge mit Fachwissen und anderen hilfreichen Informationen unterstützten.

Das Wochenende war geprägt von Lerneinheiten, die frei gestaltet werden konnten. Die Alumni in ihrer Mentor*innenfunktion standen dabei wo es nur ging mit Rat, Tat und jeder Menge Informationen zur Seite, doch auch Einzelarbeit war gern gesehen und konnte in den recht ruhigen Hängen über Schwäbisch Hall gut realisiert werden. Die Alumni begleiteten die Stipendiat*innen außerdem mit anregenden Workshops und Gesprächen zu den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch.

Ein Ausgleich durfte natürlich nicht fehlen! Jeden Morgen konnten sich die Frühaufsteher*innen der Gruppe zum Morgenlauf treffen, um erfrischt in den Tag zu starten. Regelmäßige Pausen für Snacks und ein wenig Bewegung sorgten für eine gute Atmosphäre. Obwohl in der abschließenden Feedback-Runde die Stimme laut wurde, man hätte doch auch nach dem Abendessen noch Lernzeiten einrichten können, waren es doch genau diese Stunden des Erholens, die den Rest des Tages so produktiv machen konnten. Denn auch ein rauchender und ratternder Kopf muss bisweilen abschalten… 🙂

Viel zu schnell kamen der Montag und die Abreise – und damit war wieder ein großer Schritt in Richtung Schulabschluss getan! Den Absolvent*innen im Jahr 2018 wünschen wir viel Erfolg bei den Prüfungen und nur wenig Stress!