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Online-Workshop: Selbst- und Zeitmanagement in Corona-Zeiten

Auch in diesem Jahr haben wir Ende Januar unseren traditionellen eintägigen Workshop zum Thema Selbst- und Zeitmanagement – in diesem Jahr als Online-Format – mit unserer Referentin Erika Magyarosi zweifach angeboten.

Die beiden Stipendiatinnen Roula und Paula haben einen Bericht über den Workshop verfasst:

Wir sind eine Familie, wir halten zusammen!“, so inspirierte uns Erika Magyarosi in ihrem Workshop zum Thema Selbst- Zeitmanagement in Corona-Zeiten. 22 Tiler saßen am 23. Januar gespannt an ihren Rechnern und lauschten Erika Magyarosi, die ihnen wertvolle Tipps schenkte, und zwar nicht nur im Bereich Zeitmanagement, sondern auch in vielen anderen Lebensbereichen.

Wie teile ich meine Zeit am besten ein? Was priorisiere ich, wie kann ich mich motivieren und wie schaffe ich es, zu den 15%  der Menschen zu gehören, die ihre Ziele für das Jahr erreichen? All diese Fragen und die Antworten darauf waren Teil des Workshops, der von Erika Magyarosi geleitet wurde. Die Referentin ist halb Ungarin und halb Rumänin, fühlt sich aber auch in Tübingen heimisch. Die 22 Teilnehmer waren von ihrer Ambition und Motivation fasziniert. Denn sie schaffte es, das C1-Deutschzertifikat in vier Monaten zu bestehen und an der Uni Philosophie zu studieren sowie im Anschluss zu lehren. Ihre Leidenschaft ist Kant und ihr Motto ist: „Es ist ok, sollte aber exzellent sein!“, aber ACHTUNG, nicht perfekt, weil die Perfektion kann nie erreicht werden. Für das Erreichen der Exzellenz gibt es jedoch Strategien, die wir gelernt haben.

„Jeder Wunsch hat das Potential erreicht zu werden.“ Dieser Spruch zeigt, dass wir für unsere Ziele kämpfen sollten, da wir sie erreichen können. Um unsere Ziele bestmöglich zu erreichen, bekamen wir Methoden an die Hand. Wir lernten, wie wir den Anfang des Jahres ausnutzen können, um Ziele zu setzen und unsere Zeit geschickt zu planen. Wir wurden von Erika Magyarosi informiert, was man gegen Aufschieberitis tun kann und, was Zeitdiebe sind. Wichtig sind auch die humorvollen Fachbegriffe, die Erika häufig benutzt wie zum Beispiel „eat the frog“ oder „Salami-Methode“, für die Vegetarier: „die Karotten-Methode“.

Ein weiterer Tipp: Für unsere Ziele ist es wichtig ein Minimum und ein Maximum zu definieren um realistisch zu bleiben. Bei der Festlegung unserer Ziele sollten wir Namen finden, die zu dem Projekt passen, aber auch so besonders sind, um unser Ziel immer vor Augen zu haben. Die definierten Ziele bekamen Namen wie Keep calm, JurAnita, Butterfly Effect, Ruby Talk, Florenz, Speedy Gonzales oder Mozart and Faith. Auch sollten wir unsere großen Ziele auf Monats- und Wochenziele herunterbrechen um die Motivation zu behalten, an ihnen zu arbeiten und sie zu erreichen.

Jede*r Einzelne von uns Teilnehmer*innen bekam einen Coach zugeteilt und ist selbst auch Coach für eine andere Person, um gemeinsam die Ziele zu erreichen und sich gegenseitig zu unterstützen. Durch den Workshop aber auch durch die tolle gemeinsame Zeit, die wir hatten, ist das Erreichen unserer persönlichen Ziele in greifbare Nähe gerückt.

Abschließend folgte ein schöner Vergleich der Referentin: Die Zeit kann man als Zyklen definieren. Momentan ist es Winter (auch metaphorisch) und danach kommt logischerweise der Frühling „und wir kriegen auch unseren Frühling“, motivierte Erika Magyarosi am Schluss.

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Herzlich Willkommen bei Talent im Land!

Die Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung und der Josef Wund Stiftung begrüßen die 53 neuen TiL-Stipendiatinnen und -Stipendiaten in diesem Jahr in digitaler Form im Programm. Und auch die Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann gratuliert zum Stipendium.

TiL-Jahrestreffen 2020: experimenta in Heilbronn

Alle TiL-Stipendiat*innen an einem Tag zu einem erlebnisreichen Tag zusammenzubringen, das ist das Ziel des TiL-Jahrestreffens. Immerhin 120 der 160 aktuellen Stipendiat*innen verbrachten Anfang Oktober einen Samstag im Experimenta Science Center in Heilbronn, wenn auch mit einigen corona-bedingten Einschränkungen. Ob bei einem Laborkurs, in einer Science Dome Show oder in der Ausstellung mit den vielen Mitmach- und Ausprobierstationen – auf ganz unterschiedlichen Weisen konnten sich die Stipendiat*innen naturwissenschaftlichen Themen annähern.

Bei den Laborkursen der Experimenta standen spannende Experimente und Versuche auf dem Programm. Im DNA-Labor wurde beispielsweise mit Hilfe der PCR-Technik ein Täter mittels genetischem Fingerabdruck überführt, im Robotik-Labor konnte man erste Schritte zur Programmierung eines Roboters erlernen, und beim Workshop Faszination Farbe drehte sich alles um die Entstehung und Wahrnehmung von Farben.

Wer nicht gerade in einem Laborkurs war, konnte in der übrigen Zeit auf eigene Faust die große Naturwissenschafts-Ausstellung der Experimenta erforschen. Auf vier Stockwerken gab es Hunderte von Mitmachstationen und Experimente zu entdecken, und so fand jeder etwas, um die eigenen Reaktionen oder die Geschicklichkeit zu testen, das eigene Wissen zu erweitern und den einen oder andere Aha-Moment zu erleben.

Alle Interessierten konnten außerdem einen Einblick in das Schülerforschungszentrum (SFZ) Nord-Württemberg erhalten, das an der Experimenta in Heilbronn angesiedelt ist und mit seinen Laboren für Biologie, Chemie und Physik und Technik vielfältige Möglichkeiten für junge Forscher*innen bietet, eigene Projekte umzusetzen. (Eine Übersicht über alle SFZ in Baden-Württemberg gibt es →hier).

Für viele war es der erste Besuch der Experimenta, und vermutlich nicht der letzte, denn fast alle waren begeistert von den vielen Möglichkeiten, die sich dort bieten, um sich spielerisch und interaktiv mit Naturwissenschaft auseinanderzusetzen.

TiL-Jahrgang 2019 feierlich ins Programm aufgenommen

50 weitere Stipendiatinnen und Stipendiaten sind seit dem 1. September Teil der TiL-Familie und werden auf ihrem Bildungsweg vielfältig unterstützt. Am 8. November wurden sie als 16. Jahrgang von Staatssekretärin Gisela Splett sowie Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg-Stiftung und Christoph Palm, Geschäftsführer der Josef Wund Stiftung, feierlich im Neuen Schloss in Stuttgart bei Talent im Land aufgenommen. „Gute Bildung ist das Wichtigste, was wir unseren Kindern mit auf den Weg geben können“, betonte Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg.

Für die 33 Schülerinnen und 17 Schüler, die aus knapp 300 Bewerbungen ausgewählt wurden, öffnen sich als TiLer*innen neue Perspektiven. Neben einer monatlichen Unterstützung von 150 Euro erhalten sie Zugang zu einem umfangreichen Seminar- und Bildungsprogramm, können bei der Oberstufen-Sommerakademie Studienfelder kennen lernen und bekommen innerhalb eines Netzwerks aus rund 650 „Talent im Land“-Alumni Ratschläge für Schule und Berufsplanung.

Die neu aufgenommenen TiL-Familienmitglieder zeichnen sich durch ihr hohes soziales oder politisches Engagement aus. Viele der Stipendiaten*innen haben Auszeichnungen für schulische oder sportliche Leistungen erhalten. Sie sind vielseitig interessiert und haben klare berufliche Ziele. „Ich bin jedes Jahr aufs Neue begeistert und beeindruckt von dem Potenzial, der Lebensfreude und den Persönlichkeiten unserer Stipendiatinnen und Stipendiaten. Darin sehe ich eine große Bereicherung nicht nur für die jungen Menschen selbst, sondern für das ganze Land – und die Bestätigung, dass TiL nach wie vor ein wichtiges Bildungsprogramm ist“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung. Bei den Zukunftsplänen stehen in diesem Jahr besonders die Studienfächer Physik, Informatik oder Medizin hoch im Kurs. Aber auch das Engagement für die Umwelt, das Interesse am politischen Geschehen und der Wunsch, sich für andere einzusetzen, zeichnet die Jugendlichen aus: Sie wollen als Ärztin oder Arzt in Kriegsgebieten helfen, Jura oder Politik studieren, für Frauenrechte kämpfen oder die Umwelt schützen.

Der TiL-Jahrgang 2019 ist eine vielfältige Gruppe: 22 Schüler*innen sind in Deutschland geboren, 16 in Syrien. Weitere Geburtsländer sind Afghanistan, Iran, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Russland, Tibet und Usbekistan. Während fünf Schüler*innen keinen Migrationshintergrund haben, sind 27 Stipendiaten*innen innerhalb der letzten fünf Jahre nach Deutschland zugewandert. „Der diesjährige Jahrgang hätte unserem Stifter große Freude bereitet. Josef Wund musste den steinigen Weg zum beruflichen Erfolg in jungen Jahren fast ohne Unterstützung gehen. Deshalb ist es ganz in seinem Sinne, so unglaublich motivierte und talentierte Menschen unabhängig von ihrer Herkunft zu fördern und ein Stück weit zu begleiten“, betonte Christoph Palm, Geschäftsführer der Josef Wund Stiftung.

Die Festveranstaltung unter der Moderatorin von Kimsy von Reischach lieferte den anwesenden Gästen einen Einblick in die Bestandteile des Programms, von denen die neuen Stipendiat*innen in den kommenden Jahren profitieren werden. So hob TiL-Alumna Anesa Aljovic in ihrer → berührenden Begrüßungsrede die Bedeutung der Seminare und des TiL-Netzwerks hervor und teilte ihre Erfahrungen darüber, was es bedeutet, ein Mitglied der TiL-Familie zu sein.

Passend dazu lieferte ein → kurzer Film einen ersten Eindruck über die Atmosphäre im Programm und worauf sich die neuen Stipendiat*innen freuen dürfen. Neu-Stipendiatin Julia, die mit ihrem → Poetry Slam über die Vielfalt bei TiL alle verzauberte, konnte bei der Frage, worauf sie sich am meisten freue, entsprechend sofort antworten: auf die Sommerakademie.

Auch die musikalischen Beiträge machten die Diversität des neuen Til-Jahrgangs deutlich. Der neue Jahrgang lief zu einem elektronischen Beat in den Saal des Neuen Schlosses ein, den Neu-Stipendiat Mauricio komponiert hatte. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem englischen Volkslied am Klavier von Neu-Tilerin Emilija, die mit ihrem Können auch schon bei Jugend musiziert auf Landesebene sehr erfolgreich war. Yasin El Harrouk, Mitglied der diesjährigen Auswahljury und vielen Jugendlichen eher unter seinem Künstlernamen Yonii bekannt, brachte einen seiner Songs auf die Bühne und ermutigte die Jugendlichen, ihren Zielen und Träumen zu folgen.

Der Abend klang bei netten Gesprächen und einem Fingerfood-Buffet, begleitet von Livemusik der Band um TiL-Alumnus Ivo Georgiev, harmonisch aus.

  Der Poetry Slam Text von Neu-Stipendiatin Julia König

  Die Begrüßungsrede von TiL-Alumna Anesa Aljovic

 

Fünf der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten stellen wir hier vor:

Rana

Die 18-jährige Rana hat einen großen Traum – sie möchte Medizin studieren, um später als Ärztin den Menschen in Afrika zu helfen. Und dafür legt sich die Elftklässlerin, die seit 2019 TiL-Stipendiatin ist, heute schon mächtig ins Zeug. Ihr Ehrgeiz und ihre Zielstrebigkeit sind zwei der vielen Stärken, die Rana auszeichnen. Die Schule nimmt die gebürtige Usbekin sehr ernst, einen Großteil ihrer Zeit verbringt sie mit Lernen. Obwohl Rana sehr gut Deutsch spricht, möchte sie unbedingt noch ihren Wortschatz erweitern. Viel Zeit für Freizeitgestaltung bleibt da nicht, denn Rana hilft nebenbei noch ihren jüngeren Geschwistern und unterstützt ihre Eltern. Findet sich doch mal eine Pause, widmet sie sich ihrer zweiten großen Leidenschaft – dem Sport. Bevor sie 2017 nach Deutschland kam, trainierte Rana Taekwondo. Erst im Sommer 2019 hat sie diees Hobby wieder aufgenommen und in dieser kurzen Zeit schon einige Erfolge feiern können: In zwei Wettbewerben erreichte sie Gold- und Silbermedaillen. Zusätzlich fährt sie gerne Inliner und tanzte 5 Jahre lang Folkore. Wir sind gespannt, wie sich Ranas Weg weiterentwickelt!

Die Auswahl der Stipendiaten des Jahrgangs 2019 ist abgeschlossen!

Knapp 300 Schüler*innen haben sich in diesem Jahr bei Talent im Land beworben, 183 haben die formalen Kriterien erfüllt und wurden zur Langbewerbung zugelassen. Von diesen 183 talentierten jungen Menschen wählte die Vorjury im Juni nach gründlicher Abwägung und lebhafter Diskussion schließlich 100 Bewerber*innen aus, die Anfang Juli zum Auswahltag am nach Stuttgart eingeladen wurden. Für alle Beteiligten sicherlich ein aufregender Tag!

Inzwischen stehen die 50 neuen Talente fest. Wir heißen euch ganz herzlich in der TiL-Familie willkommen.

Selbst- und Zeitmanagement 2018

Um erfolgreich und stressfrei durch den (Schul-)Alltag zu kommen, hilft ein effektives Zeitmanagement. Wenn sich die Arbeit türmt und die Zeit verfliegt, unterstützen erprobte Strategien, den Tag zu strukturieren und die vielen anstehenden Aufgaben und Wünsche besser zu bewältigen.

20 Stipendiaten von Talent im Land kamen Anfang Dezember nach Stuttgart, um genau dies zu lernen. Sich in der verfügbaren Zeit auf das Wesentliche zu konzentrieren, einen Überblick über die anstehenden Aufgaben zu gewinnen und dabei die Hobbys nicht ganz zu vergessen, die ToDos richtig zu planen und zu priorisieren, gemeinsam neue Ziele strategisch zu setzen und eine realistische Zeitplanung zu erstellen. All dies waren Themen bei diesem kompakten Tag – das heißt, die Zeit wollte effektiv genutzt sein. Auch die souveräne Bewältigung von Stresssituationen sowie der Umgang mit Störungen und „Zeitfressern“ kamen ebenso zur Sprache wie die lästige, aber allzu menschliche Prokrastination („Aufschieberitis“).

15. TiL-Jahrgang aufgenommen

51 neue Stipendiat*innen sind seit dem 1. September Teil der TiL-Familie und werden auf ihren Bildungswegen unterstützt und beraten. Am 14. November wurden sie von Kultusministerin Susanne Eisenmann sowie Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, und Dr. Dagmar Wolf, Bereichsleiterin Bildung der Robert Bosch Stiftung, feierlich im Neuen Schloss Stuttgart als 15. Jahrgang in das Programm „Talent im Land“ aufgenommen. „Die Stipendiaten sind außergewöhnliche Jugendliche, die trotz schwieriger Startbedingungen ihre Motivation nie verloren haben und voller Zuversicht in die Zukunft blicken. Dabei denken sie nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere“, betonte Dr. Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, in ihrem Grußwort. Zudem riet sie den Stipendiatinnen und Stipendiaten, dass man bei Misserfolgen nicht liegen bleiben dürfe, sondern wieder aufstehen und weiterkämpfen solle.

Für die 31 Mädchen und 20 Jungen, die aus insgesamt über 300 Bewerbungen ausgewählt wurden, öffnen sich als TiL-Stipendiaten ganz neue Perspektiven. Neben einer monatlichen Förderung von in der Regel 150 Euro erhalten sie Zugang zu einem umfangreichen Seminar- und Bildungsprogramm, lernen bei der Sommerakademie berufliche Vorbilder kennen und können sich innerhalb eines Netzwerks aus rund 650 „Talent im Land“-Alumni Ratschläge für Schule und Berufsplanung einholen.

Die neu aufgenommenen TiL-Familienmitglieder stammen aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen Kulturkreisen. Während 27 Stipendiat*innen in Deutschland geboren sind, zählen zu den Herkunftsländern der anderen Jugendlichen beispielsweise Pakistan, Rumänien, Afghanistan, Iran, Sri Lanka, Libanon und die Philippinen. Die größte Gruppe mit elf Schülerinnen und Schüler stammt ursprünglich aus Syrien. „Herkunft darf nicht über den Zugang zu Bildung entscheiden. Mit Talent im Land fördern wir auch diejenigen, die bisher vielleicht übersehen wurden und die sich trotz mancher Hindernisse nicht unterkriegen lassen“, erläuterte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung.

Die Stipendiatinnen und Stipendiaten haben bereits soziales oder politisches Engagement gezeigt oder Urkunden für schulische oder sportliche Leistungen erhalten. Sie sind bunt interessiert an Neuem und haben oftmals bereits ambitionierte berufliche Ziele vor Augen. In diesem Jahr stehen besonders technische und naturwissenschaftliche Studienfächer wie Informatik, Mathematik oder Ingenieurwesen hoch im Kurs. Auch ein hohes Interesse an Thema Gerechtigkeit wurde spürbar: Einige Schülerinnen und Schüler haben Interesse an politischen Themen, möchten bei der UNO arbeiten oder Medizin studieren, um in Kriegsgebieten aktiv vor Ort helfen zu können.

Die Festveranstaltung lieferte den anwesenden Gästen einen Einblick in die Bestandteile des Programms, von denen die neuen Stipendiat*innen in den kommenden Jahren profitieren werden. So hob in einer Gesprächsrunde TiL-Alumnus Ivo Georgiev hervor, in welcher Art und Weise die Impulse des Bildungsprogramms ihm geholfen hatten, seine Talente zu entfalten. Und Sommerakademieleiterin Erika Magyarosi schilderte ihre Erfahrung, dass die Sommerakademie ein Geben und Nehmen sei, bei dem unglaublich viel Begeisterung und Energie bei allen Beteiligten spürbar werde. Ein → kurzer Film lieferte einen Eindruck von der Atmosphäre und den Inhalten eines  Wochenend-Seminars.

Die aktuellen Stipendiat*innen Jakub und Ophundem beeindruckten mit ihrer Präsentation vom Song „A Million Dreams“, und Neu-Stipendiat Younes gab einen beeindruckenden Einblick in die koreanische Kampfkunst „Taekwondo“. Der Abend klang bei netten Gesprächen und einem Fingerfood-Buffet begleitet von Livemusik harmonisch aus.

Fünf der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten stellen wir hier vor:

Sahar

Vor genau drei Jahren kam Sahar mit ihrer Mutter, Großmutter und Tante aus dem Iran nach Deutschland in den Schwarzwald. Schon in dieser kurzen Zeit legte die gebürtige Afghanin eine beträchtliche Laufbahn hinter sich. Als Sahar im Jahr 2016 begann, auf eine Realschule zu gehen, empfahlen ihre Lehrkräfte ihr schon nach vier Monaten, auf ein Gymnasium zu wechseln. Dieses besucht Sahar nun in der 8. Klasse.
Ihr Interesse für Sprachen begann schon früh, als sie im Iran eine Grundschule besuchte. Zu dieser Zeit lernte sie mit Hilfe des Internets Englisch. Nicht nur das Sprachenlernen begeistert sie, sondern auch die Literatur. So liest sie schon jetzt mit großem Enthusiasmus Franz Kafka und Paolo Cohelo. Sahar hat auch eine künstlerische Seite. Sie nimmt Gitarrenunterricht, singt im Schulchor mit und malt und schreibt für eine afghanische Kinderzeitschrift. Für eine ihrer Geschichten wurde sie als beste Schriftstellerin ihrer Altersgruppe bei einem iranischen Literaturfestival ausgezeichnet. Da sie nach ihrem Abitur gerne Schriftstellerin und Physikerin werden möchte, ist Sahar hoch motiviert und hofft, dieses Ziel mithilfe von TiL erreichen zu können. Wir freuen uns darauf, Sahar in den nächsten Jahren begleiten zu dürfen!

2. Stipendiatentreffen des TiL-Jahrgangs 2017

Das 2. Stipendiatentreffen des Jahrgangs 2017 fand vom 26. Oktober bis 28. Oktober im Kraichgau im Schloss Flehingen statt zum Thema: „Eine Meinung haben – und dazu stehen“.

Nach dem Ankommen begann der Freitag mit einer Einführung in das Debattieren, bei der Minidebatten unter dem Motto „So soll es sein!“ vorbereitet wurden. Vor dem Abendessen wurden wichtige Aspekte der Rhetorik und Präsentation anhand von Film- und Tonbeispielen eingeführt. Anschließend fanden die vorbereiteten Minidebatten in den Kleingruppen statt – bei denen fair und interessant debattiert wurde.

Der Samstag war von einem intensiven Rede- und Sprechtraining in Kleingruppen geprägt. Jeder Stipendiat durfte eine kleine Rede vorbereiten, die per Video aufgezeichnet wurde. So konnten alle ihre rhetorischen Fähigkeiten der Gruppe präsentieren und vor allem sich selbst vor Augen führen. Den gelungenen Abschluss des Tages bildete Markus Reiter, der in seinem Vortrag zu Aspekten der Neuro-Rhetorik aufzeigte, welche Aspekte in der Rhetorik Argumente häufig überlagern.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen der großen TiL-Debatte, bei der das neu gewonnene Wissen in der Praxis eines Debatten-Wettstreites praktisch ausprobiert werden konnte.

Erstes Treffen der neuen Stipendiaten 2018

Vom 28.-30. September 2018 fand in Bad Boll das erste gemeinsame Stipendiatentreffen für die TiL-Neulinge des Jahrgangs 2018 statt. Das große Kennenlern-Treffen stand unter dem Titel „Chancen bilden – auf dem Weg zu neuen Herausforderungen“.

Neben dem Gruppenaspekt unterstützte das Seminar die Stipendiat*innen auch auf individueller Ebene. So durften sie sich in einem Workshop mit ihren eigenen Fähigkeiten, Stärken & Zielen auseinandersetzen und von den anderen hören, wie diese mit Herausforderungen des Alltags und der Schule umgehen. In einer weiteren Einheit konnten sie sich bei Vertrauens- und Kooperationsübungen neuen Herausforderungen stellen. Bei der Talentshow am Samstag Abend schließlich durfte jede*r Einzelne in offener Atmosphäre ihr oder sein persönliches Talent den anderen präsentieren.

Natürlich kam auch eine Orientierung über das Stipendienprogramm nicht zu kurz: In einer Talkrunde mit ehemaligen Stipendiat*innen berichteten diese über ihre Erfahrungen aus dem Stipendium und ihr Engagement vor Ort. Alle setzten sich auch in ihren Regionalgruppen ein erstes Mal zusammen und klärten mögliche gemeinsame Aktivitäten mit den Stipendiat*innen aus den anderen Jahrgängen und den Alumni aus der jeweiligen Region.

Den Abschluss am Sonntag bildete ein gemeinsames Mittagessen mit den eingeladenen Eltern und eine Inforunde zu den Bestandteilen des Stipendiums, in der viele Fragen zum Bildungsprogramm und zu Zuschüssen geklärt werden konnten.

Sommerakademie 2018 in Überlingen

Vom Leer-Raum zum Spiel-Raum – Dimensionen eines vielschichtigen Begriffs

Ende Juli 2018 startete im Salem International College in Überlingen am Bodensee die 13. Sommerakademie von Talent im Land. Für insgesamt 89 Stipendiat*innen aus Baden-Württemberg und Bayern begannen die Sommmerferien also eher arbeitsam.

Unter dem Oberthema „Vom Leer-Raum zum Spiel-Raum – Dimensionen eines vielschichtigen Begriffs“ konnten sich die Stipendiat*innen einen Kurs wählen aus den Fachbereichen Stadtplanung, Jura, Wirtschaft, Physik, Soziologie und Biomedizin. Die sechs Kurse wurden von Dozierenden aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Praxis unterrichtet. Unterstützt wurden die Kursleiter*innen durch ein Orga-Team und durch Akademieleiterin Erika Magyarosi.

Neben den Kursen und den kursübergreifenden sportlichen und informativen Angeboten, meist betreut durch die Stipendiat*innen selbst, waren vor allem die Abende mit abwechslungsreichen Veranstaltungen gefüllt. Am Abend der Talente präsentierten sich viele Stipendiat*innen unter anderem musikalisch (instrumental und Gesang), tänzerisch, durch Impro-Theater, durch den Zeitraffer-Mitschnitt einer Porträt-Zeichnung, durch Hypnose bis hin zu Zauberwürfel-Lösen mit gleichzeitigem Aufsagen des Periodensystems.

Am Abend mit Gästen diskutierten unter Moderation von zwei Stipendiat*innen Prof. Birger Priddat von der Universität Witten/Herdecke, Tristan Horx vom Zukunftstinstitut Wien und die Crowdspondentinnen Lisa Altmeier und Stefanie Fetz Vor- und Nachteile der rasanten technischen und digitalen Entwicklung. Wie sieht die Zukunft aus, die mehr auf digitale Lösungen setzt, welche Möglichkeiten und Risiken ergeben sich dadurch?

Orientierung auf dem Weg in ein Studium bot der Studieninfonachmittag. Nach Workshops zur richtigen Studienfachwahl, zur Studienfinanzierung und zu Speedreading berieten Kursleiter und Orga-Team zu diversen Studienfächern. Zusätzlich informierten Vertreter*innen verschiedener Studienförderwerke über die jeweiligen Bewerbungsvoraussetzungen und –Verfahren. Und die Initiative Arbeiterkind.de stellte vor, wo und wie sich Erst-Akademiker*innen im Studium Unterstützung durch eine ihrer Regionalgruppen holen können.

Am Abschlussabend präsentierten die einzelnen Kurse mit unterhaltsamen szenischen Vorstellungen die Inhalte und Erkenntnisse der vergangenen Woche.