Somerakademie 2023 mit dem Motto: „Mut – mutig denken, visionär handeln“

Anfang August verbrachten 87 TiLer*innen aus Baden-Württemberg und Bayern eine unvergessliche Woche auf dem Campus des Salem International Colleges in Überlingen. Auf der 18. Sommerakademie beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem Thema „Mut – mutig denken, visionär handeln“. Der Mut, die Entschlossenheit und die Risikobereitschaft junger Visionär*innen können anderen als Vorbild dienen und sie ermutigen, über den Tellerrand hinauszuschauen und mutige Schritte in Richtung einer besseren Zukunft zu unternehmen. Denn in unserer Welt brauchen wir nicht nur neue Ideen und Erfindungen, sondern eine neue Art und Weise, zu denken und zu handeln.

Das sollte auf der diesjährigen Sommerakademie initiiert werden – aus mehreren Perspektiven und in verschiedenen Kursen: Im Wirtschaftskurs beschäftigten sich die Teilnehmenden mit Entrepreneurship und damit, wie viel Mut und Risikobereitschaft unternehmerisch überhaupt sinnvoll sind. Außerdem lernten sie mit Hilfe von Szenariotechniken die wichtigsten Werkzeuge zum Unternehmertum kennen. Über visionäre KI-Ideen, die gesellschaftliche Transformation ermöglichen sollen, aber auch potenziell kritische Entwicklungen und über die Frage nach der Funktionsweise von Robotern, diskutierte der KI- und Robotik-Kurs. Im Kurs experimentelle Psychologie führten die TiLer*innen ein eigenes Forschungsprojekt durch und erkundeten so psychologische Mechanismen für Mut, Risikobereitschaft und Entscheidungsfindung, sie erhielten einen Überblick über die Erkenntnisse der experimentellen Psychologie und diskutieren, wo die Grenze zwischen Vision und Wahnsinn liegt. Im Medizinkurs tauchten die Teilnehmenden in die Welt der medizinischen Innovationen, mutigen Entscheidungen von Mediziner*innen und Patient*innen sowie den damit verbundenen ethischen Fragestellungen ein. Strategische Prozessführung, die zu Transformationen des Rechts beitragen, Gerichte und den Schutz von Minderheiten und der Umwelt, erkundeten die TiLer*innen im Jurakurs. Der Idee des Muthabens aus einer künstlerischen Perspektive, näherte sich der Kurs zu Literatur, Musik und Kunstgeschichte, indem (Mut-)literatur aus verschiedenen Epochen gelesen wurde. Die Teilnehmenden erhielten erstes Werkzeug, um selbst mutig die eigene Kreativität zu entfalten.

Auch das Freizeitprogramm kam nicht zu kurz: wie jedes Jahr boten die Stipendiat*innen selbst ein buntes Programm von kursübergreifenden Angeboten an. Unter anderem konnten sich die Teilnehmenden im Meditieren, Brush-Lettering, Kettenbasteln oder Aikido ausprobieren, verschiedene Sprachen lernen oder diverse Tänze üben. Auspowern konnten sie sich bei einem vielfältigen Sportangebot: Beachvolleyball, Tischtennis und Bogenschießen standen – neben dem traditionellen Morgenlauf – unter anderem auf dem Programm. Bei dieser bunten Palette aus Entspannungs- und Freizeitaktivitäten, dem Sportprogramm, den kursübergreifenden Angeboten oder bei den Abendveranstaltungen war also für jeden Geschmack etwas geboten und niemandem wurde langweilig.

Abendliche Highlights waren die Campus-Olympiade, die jährliche Schiffs-Rundfahrt auf dem Bodensee sowie der Informationsabend Studium und Beruf. Beim Abend mit Gästen konnten wieder sehr inspirierende Persönlichkeiten eingeladen werden: Die Alumna Clara Schweizer erzählte davon, was es bedeutet, als junge Visionärin in der politischen Welt Fuß zu fassen und als Beraterin für Kommunen zu agieren. Prof. Olaf Morgenroth, Gesundheitspsychologe an der MSH Hamburg, teilte seine persönliche und wissenschaftliche Sicht zum Thema „Mut zum Scheitern“ und Johannes Grasser, Sportler, Speaker, Autor und Optimist, inspirierte alle mit seinem Motto „Tetraspastik, na und? Mich bremst niemand aus“. Dabei konnten alle drei Gäste auf die Auswirkungen von Visionen und Mut jedes Einzelnen auf die Gesellschaft aufmerksam machen und die Anwesenden inspirieren, sich mutig für eigene Ziele einzusetzen (und manchmal auch dabei zu scheitern).

Bei interessanten und kreativen Abschlusspräsentationen konnten alle einen kleinen Einblick in die Inhalte der anderen Kurse erhalten. Anschließend wurdee das Tanzbein bei der inzwischen auch schon traditionellen Silent Disco geschwungen und alle starteten voller Motivation und Mut (und ein bisschen übermüdet) in die verbleibenden Sommerferien – ein gelungener Abschluss einer ereignisreichen und inspirierenden Woche!