Was möchte ich studieren? Das SOS-Studienorientierungsseminar 2019

Studieren – warum eigentlich? Welcher Studiengang bietet sich für mich an? Wie stelle ich mir eigentlich meine Zukunft vor und wie kann ich diese Vorstellung umsetzen? Was wünsche ich mir für meine berufliche/private Zukunft? Was ist mir dabei besonders wichtig? Anhand dieser Fragen ließen sich 40 Stipendiat*innen von fünf Trainer*innen des Programms „Studienkompass“ Anfang März durch das Wochenende in Filderstadt führen. Anschließend konnten die Stipendiat*innen zwar nicht mit weniger, aber stattdessen mit konkreteren Fragen für die weitere eigene Studienorientierung in die Zukunft blicken.

Das Seminar begann mit einer zentralen Voraussetzung für ein Seminar zur Studienorientierung: Lohnt sich ein Studium? Trainer Baris Ünal, hauptberuflich Leiter der Studienberatung an der TU Berlin, stellte den Stipendiat*innen eine ganze Reihe von Gründen vor, die für ein Studium sprechen, und welche Voraussetzungen jemand mitbringen muss, der studieren möchte.

Für die beiden Folgetage wurden die Teilnehmer*innen in vier Gruppen unterteilt und konnten so in kleinen Gruppen ihren Zukunftsvorstellungen auf den Grund gehen. Nicht nur berufliche, sondern auch persönliche Aspekte wurden mit einbezogen. Auf dieser Basis konnten die Stipendiat*innen ‚Zukunftsskulpturen‘ bauen, die am Abend der gesamten Gruppe präsentiert wurden. In einer Coaching-Paarübung erarbeiteten die TiLer am Nachmittag anhand einer Stärken- und Schwächenanalyse den Einfluss persönlicher Faktoren auf die Studienwahl.

Am letzten Tag des Seminars stellten die Stipendiat*innen ihre persönlichen Erkenntnisse des Vortages ihrer Kleingruppe vor und erhielten aus der Gruppe und vom jeweiligen Trainer Rückmeldung. Die individuellen Fähigkeiten wurden noch einmal hervorgehoben, und damit können die TiLer nun gestärkt in das letzte Jahr vor dem Abitur starten. Zu guter Letzt sollte noch ein wenig mehr Organisation in das gedankliche Drunter und Drüber nach dem aufschlussreichen Wochenende gebracht werden: Informationsangebote im Netz wurden vorgestellt, um mithilfe dieser zu einer fundierten Studienentscheidung kommen zu können.

Der Abschluss naht: das Abilerncamp 2019

Bereits zum dritten Mal startete das alljährliche Abilerncamp Anfang März 2019 und leitete für viele Abiturient*innen den Endspurt der Prüfungsvorbereitungen ein. Auch 2019 erfreute sich das Camp wieder großer Beliebtheit unter den baldigen Abiturient*innen. Von Freitagnachmittag bis Montagmittag verbrachten 25 Noch-Stipendiat*innen ein paar intensive Tage mit viel gemeinsamer Lernzeit und anderen anregenden Programmpunkten. Durchgeführt wurde das Abilerncamp von einem fünfköpfigen Team von TiL-Alumni.

Das Wochenende war geprägt von Lerneinheiten, die frei gestaltet werden konnten. Die Alumni in ihrer Mentor*innenfunktion standen mit Rat, Tat und jeder Menge Fachwissen zur Seite, doch auch Einzelarbeit war gern gesehen und konnte in den recht ruhigen Hängen über Schwäbisch Hall gut ausgeführt werden. Die Alumni begleiteten die Stipendiat*innen außerdem mit Workshops und Gesprächen zu den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch.

Ein Ausgleich durfte natürlich nicht fehlen! Jeden Morgen konnten sich die Frühaufsteher*innen der Gruppe zum Morgenlauf treffen, um erfrischt in den Tag zu starten. Regelmäßige Pausen für Snacks und ein wenig Bewegung sorgten für eine gute Atmosphäre. Und wurde zwar in der abschließenden Feedback-Runde die Stimme laut, man könne doch auch nach dem Abendessen noch Lernzeiten einrichten, waren es doch genau diese Stunden des Erholens, die den Rest des Tages so produktiv machen konnten. Denn auch ein rauchender und ratternder Kopf muss bisweilen abschalten…

Viel zu schnell kamen der Montag und die Abreise – und damit war wieder ein großer Schritt in Richtung Schulabschluss getan! Den Absolvent*innen im Jahr 2019 wünschen wir viel Erfolg bei den Prüfungen und nur wenig Stress!

Telefonanlage gestört

Der Telefonanschluss des TiL-Büros ist zur Zeit leider immer wieder unterbrochen. Wir bitten um mehrfache Versuche oder um eine Mail an info@talentimland.de.

Verstärker – wir verschaffen uns Gehör

Fast jeder kennt Situationen oder gesellschaftliche Zustände, die einen ärgern. Vielleicht hat man sogar eine Idee, was und wie man das ändern könnte, es verlässt einen aber der Mut, weil man als Einzelner „eh nichts verändern“ kann. Bei einem Wochenende-Seminar im Februar erarbeiteten 44 Stipendiatinnen und Stipendiaten von Talent im Land in drei Workshops mediale „Verstärker“, die helfen können, der eigenen Meinung Gehör zu verschaffen. Und bekamen dabei das Handwerkszeug vermittelt, um eigene Botschaften ansprechend zu vermitteln. Angeleitet und unterstützt wurden sie dabei von Teamer*innen der Bundeszentrale für politische Bildung.

Im Workshop „rICHtig wICHtig“ ging es um das Bild, das andere von einem haben und wie richtig oder falsch solche Zuschreibungen manchmal sind. Nach einer Auseinandersetzung mit den persönlichen Wünschen und Forderungen der TeilnehmerInnen wurden mit den Kameras der Smartphones Bilder von sich und den eigenen Botschaften erstellt.

Die TeilnehmerInnen des Workshops „Eure Botschaft – Großes Kino“ formulierten ihre Botschaften, was ihr in ihrem Umfeld oder in der Gesellschaft verbessern wollen. Sie entwickelten Geschichten für mögliche Filme, Bilder und Szenen, die eure Botschaft transportieren. Dabei spezialisierten sie sich in den Bereichen Kamera, Schauspiel oder Regie.

Im „Traumaktivierer“ ging es um die eigenen Ziele und auch darum, aktiv und selbstbewusst die eigene Lebenswelt zu gestalten. Im Fokus in diesem Workshop standen daher zunächst die individuellen Ressourcen und Rahmenbedingungen, die zu einer Verwirklichung der eigenen Träume beitragen können. Im Laufe des Wochenendes entstanden daraus Stop-Motion-Clips, mit denen diese Ziele in Bilder übersetzt wurden.

Hier sind einige Ergebnisse aus den Workshops: