. . . Kevin Lam?

Kevin aus dem Jahrgang 2012 schloss das Abitur im Jahr 2014 ab. Anschließend machte er sich mit der Nichtregierungsorganisation „Un Techo Para Todos“, zu Deutsch „ein Dach für alle“, auf nach Chile, um dort ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Obwohl das der Wohlstand in Chile größer ist als in den anderen südamerikanischen Staaten erfuhr Kevin eine erdrückenden Schere zwischen Arm und Reich – die Wohlhabenden leben auf einem Niveau, das mit dem westlichen vergleichbar ist, während der arme Teil der Bevölkerung keine Chance hat, dort hin zu gelangen und in unwürdigen Umständen lebt.

Kevin erzählt von den „Campamentos“, den chilenischen Elendsvierteln, in denen die Menschen auch mal auf Müllhalden leben. Möglichkeiten, diese Lage zu verbessern, gibt es wegen der Diskriminierung durch den Rest der Gesellschaft kaum. Seit 1997 versucht „Techo para todo“, diese Slums abzuschaffen und den Menschen die Chance auf Arbeit und Bildung zu geben – und Kevin half mit. Für ihn was besonders der Bildungsbereich wichtig, da ihn die Zustände dort trotz der großen Unterschiede noch immer an die Probleme in Deutschland erinnern. Abgesehen von den finanziellen Problemen und der Zwang zur Arbeit, um die Familie zu unterstützen, nennt Kevin auch die Haltung zur Bildung als maßgeblichen Faktor. Die chilenischen Eltern verstehen oft den Wunsch ihrer Kinder nach besserer Bildung nicht und verwehren ihnen dadurch die Unterstützung. Oft sind die Eltern zudem Analphabeten, ein Umstand, den Kevin sehr mitnahm, da es, wie er sagt, das Eine ist, von Analphabetismus zu wissen, aber etwas komplett anderes, selbst Erwachsene zu kennen, die nicht einmal mit ihrem eigenen Namen unterschreiben können. Doch Kevin war in Chile natürlich auch, um das ganze Land kennen zu lernen und er reiste viel umher. In Südchile stellte die Welt wieder einmal unter Beweis, wie klein sie doch ist: dort traf er Leon aus dem Jahrgang 2011 in einem kleinen Dorf. Leon war gerade auf einer Konzertreise in Südamerika unterwegs gewesen.

Die Zeit in Chile erinnerte Kevin des Öfteren an die Erfahrungen bei TiL und daran, dass auf der ganzen Welt Individuen und Gruppen die Bildung anderer unterstützen. Daher erfreut es ihn besonders, dass die Bewerbung bei TiL seit 2014 für alle Schülerinnen und Schüler gleichermaßen geöffnet ist, so wird das zuvor latent vorhandene Gefühl der Abgrenzung abgeschafft.

Nach dem Abenteuer in Chile blieb Kevin den Süden Deutschlands treu und zog nach Regensburg, um Humanmedizin zu studieren. Mittlerweile hat er sein drittes Semester absolviert und genießt die Zeit in Regensburg sehr: „Nicht zu groß und nicht zu klein, jeder fünfte Einwohner ist Student und die Altstadt wurde im zweiten Weltkrieg nicht bombardiert, so dass aus dem Mittelalter alles noch erhalten ist. Was will man mehr?“

So ganz kann die Stadt am nördlichsten Punkt der Donau Lateinamerika aber doch nicht ersetzen. Erst in den letzten Semesterferien besuchte Kevin seine chilenische Gastfamilie und natürlich die Freunde, die er damals kennengelernt hatte. Auch seine Bande zu TiL sind noch aufrecht erhalten: Kevin ist in der Kommunikationsgruppe des Alumnivereins aktiv.

Für seine anhaltende Unterstützung danken wir Kevin und wünschen ihm weiter alles Gute!

. . . Truc Ta?

Truc Ta aus dem Jahrgang 2010 hat 2011 ihr Abitur absolviert und uns einen tollen Text über die Zeit seit dem Abitur geschickt, der hier einfach in seiner Reinform präsentiert wird 🙂 Viel Spaß beim Lesen und herzlichen Dank an Truc!

Nach dem Abitur 2011 begann ich das Studium der Humanmedizin in Heidelberg aus demselben Grund wie viele: Faszination an Naturwissenschaften mit sozialer Anwendung. Ich erlebte ein erstes Jahr voller diffuser Zweifel. In der Rückschau fällt es leichter, die Krisenherde zu identifizieren: Noch fehlende Akzeptanz, dass kein Studium dieser Welt die Welt erklären kann; allen voran aber persönliche Krisen, wie jeder sie einmal erlebt, der zum ersten Mal frei und eigenständig wird.

Im Sommer 2012 war ich für drei Monate Praktikantin in einem öffentlichen Krankenhaus auf dem vietnamesischen Land, Herkunftsort meines Vaters, lernte Krankenhaus- und Lebensmanagement unter extrem schwierigen Bedingungen nachdrücklich kennen, bereiste ferner Singapur und Myanmar. Die Zeit in diesen sehr verschiedenen Ländern offenbarte mir, dass sich unterschiedliche Gesellschaftsstrukturen nicht in Mentalität begründen, sondern Ergebnis aktiver Historie und aktueller Politik sind.

Zurück aus Südostasien nahm ich ein Freisemester, während dem ich ein Pflegepraktikum an einer klassischen deutschen Uniklinik in Berlin absolvierte und sonst nicht viel tat.

Mit dieser Pause im Rücken setzte ich das Studium in Heidelberg fort und wurde in die Friedrich-Ebert-Stiftung aufgenommen. Mittlerweile im vierten Jahr angekommen, nehme ich mir schon wieder frei, um an einer medizinischen Promotion in der Neurophysiologie zu arbeiten. Themenfeld ist der Zusammenhang zwischen Nerven- und Immunsystem. Nach dem Studium so in etwa drei oder vier Jahren kann ich mir vorstellen, auf begrenzte Zeit als Ärztin in Vietnam tätig zu sein.

Meine Antidepressiva: Sport (Yoga, Schwimmen), Reisen, Familie und vor allem die richtigen Freunde. Einige habe ich TiL zu verdanken, darunter inspirative Frauengestalten wie Joka Pipercevic, Irina Hernandez, Nataliya Nikolska und Viola Schramm.

Mittlerweile habe ich meine experimentelle Promotion, parallel zum Studium, fast beendet und vor allem neben technischem Know-How und Fachwissen mich in Geduld geübt. Seit 2014 engagiere mich in der Vereinsarbeit von „MediNetz Rhein-Neckar e.V.“, welche den Zugang zur medizinischen Versorgung für alle Menschen in Deutschland einfordert.
Im Sommer 2016 verschlug es mich ein weiteres Mal nach Vietnam. Diesmal in das wahnsinnig boomende Saigon, wo ich an der dortigen Universitätsklinik Praktika in den Bereichen Tropenmedizin, Urologie und Notfallmedizin absolvierte.

Das Ende meines Studiums ist mit den Staatsexamen im Herbst diesen Jahres und dem anschließenden letzten praktischen Jahr für Medizinstudierende (PJ) tatsächlich nun in Sicht. Das Fach für die folgende Facharztausbildung steht noch nicht fest.

Eine weitere Erkenntnis der letzten Jahre: Vernünftige Von-Vornherein-Argumentationen gegen etwas sind meistens nicht so überzeugend wie das eigene Erleben und Scheitern an der Situation. Ich glaube, dieses Trial&Error-Prinzip funktioniert insbesondere wohl im freien Privatleben.

. . . Leon Muthunayake?

Leon Muthunayake aus dem Jahrgang 2011 hat 2013 Abitur gemacht und bereiste direkt nach seinem Abschluss eigenständig Teile Asiens: neben Indien und Sri Lanka war er auch in Thailand und arbeitete dort als Freiwilliger. Ein eindrückliches Erlebnis!

Die ersten zwei Monate auf Sri Lanka waren geprägt von Besuchen der eigenen Verwandtschaft einerseits und Arbeit für die Organisation „Sarvodaya Shramadana Movement“ andererseits: Leon arbeitete einem Waisenhaus für Vollwaisen und Kleinkinder von Müttern im Teenageralter. Als Mann war er in dem Waisenhaus ein Exot, aber „für mich war es eine ganz besondere Sache mit solchen kleinen Kindern zu arbeiten. Es ist sehr schön zu sehen, dass es auch für Kinder aus sehr schwierigen Verhältnissen eine Chance gibt und das, obwohl die finanziellen Mittel der Organisation sehr gering sind.“

Nach dem Aufenthalt auf Sri Lanka ging es weiter nach Indien, für Leon ein sehr aufregendes Land, das sich unerwartet stark von Sri Lanka unterschied. Die Reise begann er in Südindien, doch auch die Region um Delhi erkundete er: „Dabei lernte ich viel über die indische Geschichte und Kultur und die Diversität Indiens. Ich glaube, es gibt kaum ein Land, das in sich so unterschiedlich sein könnte.“ Ein paar Wochen arbeitete er als Freiwilliger in Kalkutta bei den Missionarinnen der Nächstenliebe, der Organisation, wo Mutter Teresa wirkte: „Die Arbeit mit behinderten Kindern am Morgen und der Dienst mit älteren Menschen, die auf dem Sterbeweg sind und niemanden haben, berührte mich sehr stark.“ Eine schöne, aber auch zehrende Arbeit – die Schere zwischen Arm und Reich ist in Indien noch immer immens: „Es ist kaum vorstellbar wie prekär die Lebensumstände dieser Menschen sind. Ich bin bloß glücklich, dass ich diesen Menschen etwas helfen konnte.“
Nach zwei Monaten in Indien kehrte Leon für eine Woche zum traditionellen Neujahrsfest am 14. April nach Sri Lanka zurück: „Für mich war das ganz besonders, weil ich das noch so live vor Ort gesehen hatte. Die Zeremonien und die Begrüßung des neuen Jahres durch die Menschen waren sehr farbenfroh und unvergesslich.“

Seine letzten beiden Wochen der Reise verbrachte Leon in Thailand, wo er ein Trainingscamp für Muay Thai Boxen besuchte, dem Volkssport des Landes. Bereits in Kalkutta hatte er seinen Sport, das Enshin Karate, trainieren können und nun wollte Leon gerne weitere Kampfkunsterfahrungen sammeln. Die letzten Tage verbrachte Leon gemeinsam mit einem Freund in Bangkok, wo er viel über die Geschichte des Landes lernte und erlebte, wie dort Moderne und Vergangenheit nebeneinander existieren. Die Reisen bereiteten Leon auf das Kommende gut vor, denn „ich denke, Reisen bildet. Man kann weit über seinen Tellerrand hinausschauen. Ich vermute, dass ich in dieser Zeit menschlicher geworden bin.“

Diese Erfahrung nutzt Leon seit dem Wintersemester 2014/15 erfolgreich auch im Studium, ihn hat es zurück nach Freiburg zu den Rechtswissenschaftlern verschlagen. Momentan schreibt er bereits seine Examensstudienarbeit über die „Rule of Law“, eine stressige Zeit, die sich aber sicherlich für ihn lohnt, denn die Note zählt in sein Staatsexamen. Anschließend wird Leon sich erneut mit einem Aufenthalt im Ausland belohnen, dieses Mal als Erasmus-Student in Aberdeen. Ein Jahr wird Leon dort die britische Studienwelt und die schottische Lebensweise kennenlernen. Besonders am Herzen liegt Leon momentan auch seine Arbeit in der Refugee Law Clinic, einem studentisch geführten Verein, der geflüchteten Menschen Unterstützung in rechtlichen Fragen anbietet. Auch weitere TiLer konnte er bereits von der Arbeit des Vereins überzeugen.

Wir wünschen Leon viel Erfolg bei seinem Studium, der ehrenamtlichen Tätigkeit und natürlich im Abenteuer Erasmus und bedanken uns für die andauernde Nähe zu TiL!

SOS – Studienorientierungsseminar 2017

Vom 10. bis 12. Februar fand in Rastatt das diesjährige SOS – Studienorientierungsseminar statt, das in Kooperation mit dem Studienkompass aus Berlin mit 31 Teilnehmer*innen der Kursstufe durchgeführt wurde.

Was will ich werden? Was will ich machen? Wie will ich arbeiten? Wo liegen meine Stärken? Mit diesen und vielen weiteren Fragen erarbeiteten die Stipendiat*innen zusammen mit vier Trainer*innen ihre persönlichen, konkreten Wünsche für die Zukunft und einen Plan, wie sie zu einem für sie passenden Studienfach oder Berufsfeld kommen.

Zunächst jedoch gab es am Freitagnachmittag ein heiteres Willkommen. Die Frage, wieso ein Studium überhaupt aufgenommen werden sollte, wurde umrahmt von gegenseitigem Kennenlernen und, im Falle der Stipendiat*innen, fröhlichem Wiedersehen.  Aufgeteilt in vier Kleingruppen konnten die Teilnehmer*innen in den beiden Folgetagen ihren Zukunftsvorstellungen auf den Grund gehen und auf dieser Basis ‚Zukunftsskulpturen‘ bauen, die am Abend der gesamten Gruppe präsentiert wurden. Auch wechselseitiges Coaching in Tandems stand auf dem Programm.

Das Seminar mündete am Sonntag in Einzelvorstellungen innerhalb der Kleingruppe, bei denen jeder der Kleingruppe seine eigenen Zukunftsperspektiven präsentieren konnte. In einer praktischen Einheit erfuhren die Stipendiat*innen zum Abschluss, wie man mit dieser Basis und mithilfe von Informationsangeboten im Internet zum passenden Studienfach und -ort kommen kann. Derart gestärkt können sie jetzt in das letzte Jahr vor dem Abitur starten  – eine tolle Unterstützung, die bei vielen für mehr Klarheit, bei einigen aber auch für ein wenig mehr (positive) Verwirrung sorgte. 🙂

Filmprojekt des Planspiels Stuttingen

Vergangenes Wochenende, vom 3. bis 5. Februar 2017, haben wir sieben Stipendiat*innen in Bad Urach im Haus auf der Alb verbracht. Im zugehörigen Planspiel im November hatten wir mit insgesamt über zwanzig TiLern das kommunalpolitische Planspiel „Stuttingen“ selbst ausprobiert. Für dieses Planspiel sollte von uns zusammen mit dem professionellen Filmemacher Tobias Greber von 18 Frames zwei kleine Einstiegsvideos gestaltet werden.

Nach einigen Theoriestunden rund um den Dreh eines Filmes mit den Filmproduzenten waren wir am Freitag auch schon direkt auf uns allein gestellt. Wir sollten viel selbstständig arbeiten, bekamen aber natürlich tatkräftige Unterstützung von der Projektleitung. Nach einer großen Runde zur Ideensammlung legten wir in kleinen Gruppen los, um das Drehbuch zu schreiben – zum einen für einen Imagefilm der Stadt „Stuttingen“, zum anderen für eine Nachrichtensendung, die auf kommunale Probleme verweist.

Mit großen Plänen und einer Menge Motivation begannen wir am Samstag früh schon um 7:30 Uhr mit dem Dreh. Zunächst filmten wir mit einer Drohne die Landschaft und den Sonnenaufgang vor dem Haus auf der Alb. Nach dem Frühstück ging es in die Innenstadt, um den Wochenmarkt zu filmen. Dabei interviewten wir für unsere Nachrichtenshow einige Passanten. Anschließend wurde die Nachrichtensendung gefilmt und noch einige Aufnahmen für den Imagefilm gedreht. Nach einer langen Filmarbeit ging es gegen Abend ans Schneiden, womit wir am späten Abend so gut wie fertig waren, sodass wir gemütlich bis spät in die Nacht zusammensitzen konnten und die Zeit mit interessanten Gesprächen und Spielen verbrachten.

Am Sonntagvormittag gab es eine kleine Premiere mit vielen Fotos, die wir über die drei Tage hinweg geschossen hatten, und natürlich unseren zwei Werken, die an diesem Wochenende entstanden waren.

Wir wollen uns an dieser Stelle bei TiL für die Möglichkeit, das Projekt zu besuchen, bedanken. Außerdem danken wir herzlich der LpB und Tobias von 18 Frames für die wunderschöne Zeit und eine gelungene Arbeit!

Anissa, Chavah, Kiril, Leyla, Mahid, Mervenur, Chavah und Tijda

 

Jetzt bewerben: Schülerstipendienprogramm „Talent im Land Baden-Württemberg“ startet in die nächste Runde

Stuttgart, 7. Februar – In Deutschland hängt der Bildungserfolg junger Menschen noch viel zu oft von der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Eltern ab. Deshalb haben die Robert Bosch Stiftung und die Baden-Württemberg Stiftung das Stipendienprogramm Talent im Land Baden-Württemberg ins Leben gerufen. Das Stipendium für faire Bildungschancen unterstützt die Jugendlichen dabei, die eigenen Begabungen zu entfalten und ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Talent im Land Baden-Württemberg wird in diesem Jahr bereits zum 14. Mal ausgeschrieben. Bewerben können sich Schüler aller Schularten ab Klasse 7, die das Abitur oder Fachabitur anstreben. Bewerbungsende ist der 31. März 2017.

Bildung ist eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Doch für viele Jugendliche ist der Weg dorthin nicht immer einfach. Mangelnde Unterstützung in Bildungsfragen, Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Schulausbildung, fehlender familiärer Rückhalt oder persönliche Belastungen erschweren ihnen die erfolgreiche schulische Laufbahn. Hier setzt Talent im Land an. Jedes Jahr unterstützen die beiden Stiftungen 50 Jugendliche auf ihrem Weg zum Abitur: durch eine monatliche finanzielle Förderung, ein begleitendes Bildungsprogramm und individuelle Beratung. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Netzwerk der Talent im Land Alumni. Als Vorbilder stehen sie den Stipendiaten mit Rat und Tat zur Seite. Mittlerweile haben mehr als 500 Stipendiatinnen und Stipendiaten von Talent im Land profitiert.

Das Bewerbungsverfahren

Die Bewerbung für das Stipendium erfolgt online auf www.talentimland.de. Dort legen sich die Schülerinnen und Schüler ein Bewerbungsprofil an, das sie Schritt für Schritt mit bewerbungsrelevanten Informationen ausfüllen. Das Profil muss bis 31. März 2017 fertiggestellt sein, dann endet die Ausschreibung. Der Förderbeginn ist der 1. September 2017.

Das Stipendium richtet sich an Jugendliche, die auf ihrem Bildungsweg Hürden zu überwinden haben. Folgende Auswahlkriterien sind für eine erfolgreiche Bewerbung relevant:

  • Gute schulische Leistungen
  • Motivation, Leistungsbereitschaft & Zielstrebigkeit
  • Außerschulische Ambitionen für Begabungsfelder wie Musik, Sport, Kunst oder Naturwissenschaften
  • Soziales, gesellschaftliches oder politisches Engagement

Alle Informationen zum Stipendienprogramm finden Sie im Internet unter www.talentimland.de

Über die Baden-Württemberg Stiftung:

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungsmaßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger.

Über die Robert Bosch Stiftung:

Die Robert Bosch Stiftung gehört zu den großen, unternehmensverbundenen Stiftungen in Europa. In ihrer gemeinnützigen Arbeit greift sie gesellschaftliche Themen frühzeitig auf und erarbeitet exemplarische Lösungen. Dazu entwickelt sie eigene Projekte und führt sie durch. Außerdem fördert sie Initiativen Dritter, die zu ihren Zielen passen.

Die Robert Bosch Stiftung ist auf den Gebieten Gesundheit, Wissenschaft, Gesellschaft, Bildung und Völkerverständigung tätig. In den kommenden Jahren wird sie darüber hinaus ihre Aktivitäten verstärkt auf drei Schwerpunkte ausrichten:

– Migration, Integration und Teilhabe

– Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland und Europa

– Zukunftsfähige Lebensräume

Seit ihrer Gründung 1964 hat die Robert Bosch Stiftung mehr als 1,4 Milliarden Euro für ihre gemeinnützige Arbeit ausgegeben. 

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Neue Bewerbungsrunde für das Schülerstipendium Talent im Land

Das Schülerstipendienprogramm Talent im Land ist in die nächste Runde gestartet. Das Programm richtet sich an begabte Schülerinnen und Schüler, die auf ihrem Bildungsweg zum Abitur bzw. zur Fachhochschulreife Hürden zu überwinden haben. Unterstützt werden die Stipendiatinnen und Stipendiaten durch eine monatliche finanzielle Förderung, durch ein begleitendes Bildungsprogramm sowie durch individuelle Beratung. Das Programm wird getragen von der Baden-Württemberg Stiftung und der Robert Bosch Stiftung.

Wer kann sich bewerben?

Über alle Schularten hinweg können sich Schülerinnen und Schüler, die das Abitur oder die Fachhochschulreife anstreben, um ein Stipendium bei Talent im Land bewerben. Zum Zeitpunkt der Bewerbung muss mindestens Klassenstufe 7 besucht werden und bis zum Erreichen des (Fach-) Abiturs müssen noch mindestens zwei volle Schuljahre bevorstehen (Abschluss also frühestens 2019). Förderbeginn ist der 1. September 2017.

Auswahlkriterien sind

  • gute schulische Leistungen,
  • Motivation, Leistungsbereitschaft & Zielstrebigkeit,
  • außerschulische Ambitionen für Begabungsfelder wie Musik, Sport, Kunst oder Naturwissenschaften,
  • soziales, gesellschaftliches oder politisches Engagement.

Zusätzlich spielen die Lebensverhältnisse der Schülerinnen und Schüler eine Rolle, wenn dadurch eine erfolgreiche Schulkarriere spürbar erschwert wird, beispielsweise durch

  • mangelnde Unterstützung in Bildungsfragen,
  • Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Schulausbildung,
  • fehlenden sozialen Rückhalt der Familie (zum Beispiel durch prekäre oder fehlende Beschäftigung),
  • individuelle familiäre oder persönliche Belastungen.

Wie kann man sich bewerben?

Schülerinnen und Schüler können sich ab dem 1. Februar bis zum 31. März 2017 online bewerben. Geeignete Bewerber und Bewerberinnen werden nach einer ersten Sichtung anschließend dazu aufgefordert, ein Motivationsschreiben und die Stellungnahme einer Lehrkraft sowie weitere Unterlagen einzureichen. Die vielversprechendsten Bewerberinnen und Bewerber werden zu einem Auswahlgespräch mit einer unabhängigen Jury eingeladen, die 50 Stipendiatinnen und Stipendiaten auswählt.

Weitere Informationen

Alle weiteren Informationen befinden sich auf unserer Internetseite unter Bewerbung.

Für Rückfragen steht das TiL-Büro gerne zur Verfügung.