Stipendiatentreffen „Mach dein eigenes Ding“ in Bad Urach, April 2014

Von 14.- 16. April 2014 fand unser diesjähriges Stipendiatentreffen in Bad Urach statt. In beeindruckender Kulisse des denkmalgeschützten „Haus auf der Alb“ beschäftigten sich die über 50 Stipendiaten mit dem Thema „Beteiligungsformen für Jugendliche“. Sechs junge Trainerinnen und Trainer der Landeszentrale für politische Bildung führten uns durch ein interessantes Seminar, in dem sich die Stipendiaten zunächst theoretisch mit Formen der politischen, sozialen und kommunalen Beteiligung befassten. Anschließend konnten sich die Teilnehmenden in eigenen Film-Projekten mit ihrer eigenen Sicht auf das Thema auseinandersetzen – und die einfallsreichen und kreativen Ergebnisse konnten sich sehen lassen! Das Highlight des Seminars war ein abendliches Skype-Interview mit Michael Fritz, einem Gründungsmitglied von „Viva con Agua“, der mit uns – live übertragen aus seiner WG-Küche – über sein Engagement sprach und mit seiner Begeisterung viele Stipendiaten ansteckte.

Ein Tag auf der Sommerakademie

Der Abschlussfilm des Medienkurses der Talent im Land Sommerakademie 2013 im Salem International College in Überlingen am Bodensee zum Oberthema „Zeit“.

Der Countdown läuft: In 3 Tagen endet die Bewerbungsfrist!

Nur noch bis Montag 31. März ist die Online-Bewerbung für das Schülerstipendium Talent im Land in diesem Jahr möglich.

Nach der Registrierung bekommst du automatisch die Zugangsdaten an deine Mailadresse geschickt und kannst dann online das Bewerbungsformular ausfüllen. Wichtig: das Absenden der Bewerbung muss bis zum 31. März 24 Uhr erfolgen!

Bei Fragen oder Problemen mit der Online-Bewerbung kannst du dich per Mail oder per Telefon unter 07071-2974382 an unser TiL-Büro wenden.

Das sind unsere Talente!

Sechs aktuelle und ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten von Talent im Land berichten in diesem neuen Film in unserem Videokanal von ihrem persönlichen Werdegang, ihren Talenten und dem, was Talent im Land für sie bedeutet.

Noch mehr Bildungsgerechtigkeit – Talent im Land öffnet sich

„Lieber in Bildung investieren, als später Arbeitslosigkeit zu finanzieren“, so markierte Prof. Jutta Allmendinger eine Kernbotschaft ihres Vortrags auf der Auftaktveranstaltung „Von Talenten und Hürden – Wie gerecht kann Bildung sein?“ in der Staatsgalerie Stuttgart. Als Ikone der Forschung zur Bildungsgerechtigkeit und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung war sie als Rednerin geladen, um gemeinsam mit über 100 Gästen die Auftaktveranstaltung des neu aufgelegten Schülerstipendienprogramms Talent im Land der Robert Bosch Stiftung und der Baden-Württemberg Stiftung zu begleiten. Eine überaus lebendige Podiumsdiskussion machte klar, wie emotional das Thema Bildung und Chancengleichheit nicht nur bei den Teilnehmern des Gesprächs verankert ist, sondern ebenso im Publikum für engagierte Beiträge sorgte.

Ab 2014 kann allen Schülern unabhängig von ihrer Herkunft ein Stipendium von Talent im Land bewilligt werden, sofern sie dem Anforderungsprofil entsprechen. Die Stiftungen setzen damit ein Ausrufezeichen und beleben einmal mehr die Diskussion um Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Ein Podiumsgespräch unter der Moderation von ZEIT-Redakteur Martin Spiewak brachte einige Gestalter, Möglichmacher und Betroffene des deutschen Bildungssystems auf die Bühne. Neben Jutta Allmendinger berichteten die türkischstämmige ehemalige Stipendiatin Katja Gök, der durch einen Spiegel-Artikel bekannte Bildungsaufsteiger René Schönfelder und Martina Mayer, die Konrektorin der Gemeinschaftsschule in der Taus in Backnang, über ihre Erfahrungen mit und in der Schule, über die Hürden und die persönlichen Begegnungen, die halfen, um neue ehrgeizige Ziele zu erreichen. „Wir fördern individuell, stellen den Klassen ein Pädagogen-Tandem  zur Seite und führen dreimal im Jahr mit den Schülern Entwicklungsgespräche, bei denen das Elternhaus natürlich auch eine wichtige Rolle spielt“, so Mayer.

„Es gibt also bereits Modelle, die für mehr Gerechtigkeit sorgen. Warum einigt sich die Politik aber nur auf den jeweils kleinsten gemeinsamen Nenners“, so die Frage von Jutta Allmendinger an den Ministerialdirektor des Landesministeriums für Kultus, Jugend und Sport Dr. Jörg Schmidt. Trotz der Veränderungen im Bereich der Bildung „kann die Politik nur die Basisversorgung stemmen“, so Schmidt. Modelle wie in Backnang, so gut sie auch seien, könnten finanziell nur schwer kommuniziert werden. „Deshalb sind wir den Stiftungen auch sehr dankbar, dass sie hier einspringen und nachhaltige Entwicklungen anstoßen.“

So wie „Talent im Land – Das Schülerstipendium für faire Bildungschancen“. Das Programm hat seit seinem Bestehen über 500 schulische und persönliche Entwicklungen gefördert, Bildungskarrieren ermöglicht und ein Mehr an Bildungsgerechtigkeit geschaffen. Dass es den Trägern dabei nicht alleine um schulische, sondern ebenso künstlerische Begabungen geht, belegten Zdravka Bosancic mit einer Poetry-Slam Performance und die stimmgewaltige Vanesa Nikolova, am Klavier begleitet von Ivo Georgiev. Sie alle sind ehemalige Stipendiaten von Talent im Land und auf ihre Weise Vorbilder.

Auftaktveranstaltung Talent im Land

Am 11. März 2014 findet im Rahmen der neuen Ausschreibung eine Auftaktveranstaltung mit dem Titel „Von Talenten und Hürden – wie gerecht kann Bildung sein?“ in der Staatsgalerie in Stuttgart statt.
Die Veranstaltungsankündigung finden Sie hier.

Bist du ein Talent im Land?

Du willst wissen, was Talent im Land ist? Wie man sich bewerben kann? Und was das Schülerstipendium bietet? Dann schau dir unseren kurzen Erklärfilm an – und bewirb dich bis zum 31. März!